07 April 2026, 12:07

GDL-Chef Reißen wirft der Bahn "Geldwäschemaschine" vor und fordert radikale Reformen

Alte Ansichtskarte zeigt den Bahnhof Germersheim in Deutschland, mit einem Gebäude mit Fenstern, einem Zaun, einem Straßenschild, Menschen, Fahrzeugen, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

GDL-Chef Reißen wirft der Bahn "Geldwäschemaschine" vor und fordert radikale Reformen

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Mario Reißen, hat die Deutsche Bahn (DB) mit scharfen Vorwürfen angegriffen. Er warf dem Bahnkonzern ein intransparentes Finanzsystem vor und verglich es mit einer "Geldwäschemaschine". Seine Äußerungen fielen im Zuge einer Würdigung der jüngsten Führungsreformen unter der neuen Vorstandsvorsitzenden Evelyn Palla.

Reißen kritisierte insbesondere die undurchsichtige Finanzstruktur der DB, die seiner Ansicht nach Hunderte von Tochtergesellschaften nutzt, um Geldströme zu verschleiern. Er behauptete, interne Abrechnungen zwischen Abteilungen und zersplitterte Strukturen dienten dazu, Steuergelder abzusichern. Seine Kritik richtete sich auch gegen die Ernennung der Finanzchefin Karin Dohm, die er von Anfang an als unqualifiziert bezeichnete.

Der Gewerkschaftschef unterstützte zudem Pallas jüngste Entscheidungen, die oberste Führungsebene zu halbieren und Schlüsselpersonen zu entlassen. Die Abberufung der DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta und Dohms wertete er als Zeichen "guten Managements" und forderte weitere konsequente Schritte. Nach Reißens Meinung würde eine schlankere Führungsstruktur die Abläufe effizienter gestalten und die Produktivität steigern.

Obwohl er Pallas Umstrukturierungsmaßnahmen grundsätzlich begrüßt, mahnte er an, noch entschlossener für tiefgreifendere Reformen zu kämpfen. Seine Aussagen spiegeln die anhaltenden Spannungen zwischen Arbeitnehmervertretern und der DB-Führung in Fragen der Transparenz und Effizienz wider.

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Reißens Stellungnahmen unterstreichen die fortbestehenden Bedenken hinsichtlich der Finanzpraktiken und Unternehmensführung der DB. Die Zustimmung der Gewerkschaft zu Pallas Sparmaßnahmen deutet auf wachsenden Druck für umfassendere Veränderungen hin. Wie das Unternehmen auf diese Forderungen reagiert, könnte seine künftigen Geschäftsabläufe und die öffentliche Finanzierung maßgeblich prägen.

Quelle