Frankfurter Beamte protestieren für faire und verfassungskonforme Gehälter
Lukas LehmannDGB: Rund 1.500 Teilnehmer bei der Aktionstag der Beamten - Frankfurter Beamte protestieren für faire und verfassungskonforme Gehälter
Rund 1.000 Beamte gingen diese Woche in Frankfurt auf die Straße, um höhere und gerechtere Bezüge zu fordern. Die Proteste sind der vorläufige Höhepunkt jahrelanger Auseinandersetzungen um Gehälter, die nach Ansicht der Beschäftigten gegen verfassungsrechtliche Vorgaben verstoßen. Die Gewerkschaften drängen nun auf rasche Änderungen, da die Verhandlungen mit dem Land wiederaufgenommen werden.
Die jüngsten Kundgebungen folgen einem Urteil des Verwaltungsgerichts Kassel aus dem Jahr 2021. Die Richter stellten damals fest, dass die Besoldung im hessischen Öffentlichen Dienst teilweise zu niedrig sei und gegen das Grundgesetz verstoße. Seither fordern die Gewerkschaften wiederholt Anpassungen, um die Bezüge an die rechtlichen Anforderungen anzupassen.
An den Protesten in Frankfurt beteiligten sich zudem rund 500 Menschen an einer separaten Fotoaktion. Ihre zentralen Forderungen umfassen eine 7-prozentige Gehaltserhöhung für die 58.000 Landesbediensteten in Hessen, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat. Zudem pochen die Gewerkschaften auf gleiche und zeitgleiche Tarifabschlüsse für Angestellte und Beamte.
Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen, betonte die Bedeutung des öffentlichen Sektors. Beamte müssten eine Besoldung erhalten, die verfassungskonform sei, so Rudolph. Die dritte Runde der Tarifverhandlungen ist für den 26. und 27. März angesetzt – die Gewerkschaften erwarten dabei konkrete Fortschritte bei Löhnen und Arbeitsbedingungen.
Die Gespräche werden noch in diesem Monat fortgesetzt, wobei die Gewerkschaften auf schnelle Lösungen drängen. Das Ergebnis könnte Tausende Beschäftigte in ganz Hessen betreffen. Bis dahin machen die Beamten weiterhin auf ihre unverzichtbare Rolle in der öffentlichen Daseinsvorsorge aufmerksam – und fordern eine faire Behandlung ein.






