23 March 2026, 02:06

Erdrutschsieg im Landkreis Miesbach: Freie Wähler brechen CSU-Dominanz

Ein gerahmtes Bild der Wahlkreise Bayerns, das deutsche und österreichische Provinzen zeigt.

Erdrutschsieg im Landkreis Miesbach: Freie Wähler brechen CSU-Dominanz

Im Landkreis Miesbach steht nach einer klaren Stichwahl ein neuer Landrat fest: Jens Zangenfeind von den Freien Wählern (FWG) errang einen Erdrutschsieg mit 78 Prozent der Stimmen. Sein triumphaler Wahlausgang beendet die jahrzehntelange Vorherrschaft der CSU in der Region.

Die Wahl wurde nötig, nachdem Olaf von Löwis auf eine zweite Amtszeit als Landrat verzichtet hatte. Er hatte das Amt seit der Nachfolge von Wolfgang Rzehak (Grüne) inne, der die Position zuvor ausgeübt hatte. Mit von Löwis' Rückzug bewarben sich zunächst sieben Kandidaten um seine Nachfolge.

In der Stichwahl traf Jens Zangenfeind auf Franz Schnitzenbaumer, den CSU-Bewerber und ehemaligen Bürgermeister von Schliersee. Schnitzenbaumer kam lediglich auf 22 Prozent der Stimmen – ein deutlicher Abstand zu Zangenfeinds überwältigender Unterstützung. Das Ergebnis spiegelt einen breiteren Wandel in der bayerischen Kommunalpolitik wider, wo die CSU zunehmend mit Herausforderern wie den Freien Wählern konfrontiert ist.

Zangenfeind selbst bringt kommunalpolitische Erfahrung mit: Er war zuvor Bürgermeister von Hausham. Sein Sieg markiert einen deutlichen Bruch mit der jahrzehntelangen CSU-Dominanz in der Spitzenposition der Kreisverwaltung.

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Das Stichwahlergebnis bestätigt Zangenfeind nun offiziell als neuen Landrat und beendet damit die langjährige CSU-Ära in diesem Amt. Die 78-Prozent-Mehrheit unterstreicht die starke Verankerung der Freien Wähler im Landkreis Miesbach. Das Votum passt in den Trend einer nachlassenden CSU-Präsenz bei bayerischen Kommunalwahlen.

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