Chaos bei Sonthofener Stichwahl: Wähler ohne Briefwahlunterlagen abgewiesen
Emilia SchmittChaos bei Sonthofener Stichwahl: Wähler ohne Briefwahlunterlagen abgewiesen
Die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Sonthofen wurde durch erhebliche Störungen überschattet, nachdem viele Wähler ihre Briefwahlunterlagen nicht erhalten hatten. Einige Bürger, die eine Briefwahl beantragt hatten, wurden zudem an den Wahllokalen abgewiesen – was bei Anwohnern und Verantwortlichen gleichermaßen für Verärgerung sorgte.
Die Probleme begannen, als zahlreiche Wähler berichteten, sie hätten vor der Wahl keine Unterlagen für die Briefwahl zugeschickt bekommen. Obwohl sie einen Antrag auf Briefwahl gestellt hatten, konnten einige ihre Stimme nicht abgeben, als sie im Wahllokal erschienen.
Wahlleiter Walter Wilhelm nannte die Situation "außerordentlich frustrierend". Die Pannen trübten den ansonsten deutlichen Sieg von Martina Neusinger von der Freien Wählergemeinschaft, die mit 63,6 Prozent der Stimmen ihren Herausforderer Klaus Erbersdobler (CSU) besiegte, der auf 36,4 Prozent kam.
Die Wahlbeteiligung für die Stichwahl stand zunächst nicht fest; in der ersten Runde der Kreistagswahl im Oberallgäu hatte sie jedoch bei 66,6 Prozent gelegen.
Neusinger wird nach ihrem klaren Sieg nun das Amt der Sonthofener Bürgermeisterin antreten. Doch die Wahl wurde von organisatorischen Mängeln überschattet, die einigen Bürgern die Stimmabgabe unmöglich machten. Bisher haben die Behörden noch keine Maßnahmen angekündigt, um die Probleme bei der Briefwahl zu beheben.






