30 March 2026, 12:08

Dietzenbach ehrt jüdischen Gemeindevorsitzenden mit neuem Straßennamen

Luftaufnahme des Holocaust-Mahnmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin, das zahlreiche weiße und blaue rechteckige Betonsteine in einem Gittermuster zeigt.

Dietzenbach ehrt jüdischen Gemeindevorsitzenden mit neuem Straßennamen

In Dietzenbach erinnert nun eine neue Straße an Hermann Wolf, den letzten Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde der Stadt. Am 1. August 2023 wurde der Hermann-Wolf-Weg in einer feierlichen Zeremonie offiziell eingeweiht – in Anwesenheit von rund 20 Nachfahren, die extra aus den USA angereist waren, um ihrem Vorfahren die Ehre zu erweisen. Für die Familie war es ein berührender Moment.

Hermann Wolf hatte einst mit seiner Frau Emma und ihren sieben Kindern in der Bahnhofstraße 71 gelebt. Als hochdekorierter Soldat des Ersten Weltkriegs prägte er zudem als Vorsitzender die jüdische Gemeinde Dietzenbachs. Sein Leben in der Stadt endete abrupt, als die Nationalsozialisten ihn und seine Familie zur Flucht zwangen.

Während der Einweihungsfeier besuchten die Nachkommen das ehemalige Wohnhaus ihrer Vorfahren. Howard Wolf, ein Enkel Hermanns, bezeichnete die Namensgebung der Straße als zutiefst bewegend. Zahlreiche weitere Angehörige waren angereist, um an der Gedenkveranstaltung teilzuhaben.

Bürgermeister Dr. Dieter Lang betonte in seiner Rede die Bedeutung, sich an die jüdische Geschichte Dietzenbachs zu erinnern. Mit dem neuen Straßennamen bleibt das Erbe Hermann Wolves und die Geschichte seiner Familie fest im Gedächtnis der Stadt verankert.

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Die Einweihung des Hermann-Wolf-Wegs schafft eine dauerhafte Würdigung für eine Familie, die einst aus Dietzenbach vertrieben wurde. Mit der Anwesenheit der Nachfahren verband die Zeremonie Vergangenheit und Gegenwart. Die Straße steht nun als sichtbares Zeichen für das jüdische Erbe der Stadt.

Quelle