Dierfeld verzeichnet 100-prozentige Wahlbeteiligung - Dierfeld schafft perfekte Wahlbeteiligung mit nur acht Wählern
Dierfeld, die kleinste Gemeinde in Rheinland-Pfalz, sorgt für Schlagzeilen, nachdem sie bei der jüngsten Landtagswahl eine perfekte Wahlbeteiligung erreichte. Mit nur 15 Einwohnern und gerade einmal acht wahlberechtigten Bürgern wurde jede einzelne Stimme abgegeben – ein seltenes Phänomen bei Wahlen.
Das winzige Dorf Dierfeld, eingebettet zwischen Wäldern und Feldern, verfügt über eine eigene Kapelle und einen Friedhof. Ursprünglich als Jagdschloss im 16. Jahrhundert erbaut, ging das Anwesen später im frühen 20. Jahrhundert in den Besitz der Familie von Greve über. Heute amtiert Roderich von Greve-Dierfeld als Bürgermeister des Ortes.
Um die Wahlgeheimhaltung zu gewährleisten, schloss sich Dierfeld für die Abstimmung mit der Nachbargemeinde Manderscheid zusammen. Nach deutschem Wahlrecht müssen mindestens 30 Stimmzettel in einer Urne vorliegen, was es sehr kleinen Gemeinden praktisch unmöglich macht, eigene Wahllokale einzurichten. Von Greve-Dierfeld sammelte persönlich alle acht Briefwahlstimmen ein und schickte sie ab.
In ganz Rheinland-Pfalz zählen rund 140 der etwa 2.300 Gemeinden weniger als 100 Einwohner. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm stehen zwei Dörfer – Hamm (16 Einwohner) und Keppeshausen (17 Einwohner) – vor ähnlichen Herausforderungen. Lokale Amtsträger, wie der Bürgermeister von Hamm, betonen die Schwierigkeiten, Wahlstationen für derart kleine Wählergruppen aufrechtzuerhalten.
Dierfelds 100-prozentige Wahlbeteiligung unterstreicht sowohl das Engagement der Wähler als auch die praktischen Maßnahmen, die nötig sind, um demokratische Prozesse in winzigen Gemeinden zu sichern. Durch die Kooperation mit Manderscheid konnte das Dorf die Geheimhaltung wahren und gleichzeitig die gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Das Ergebnis setzt ein einzigartiges Beispiel für andere kleine Gemeinden in der Region.






