Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritiker fordern mehr
Maximilian KrauseDeutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritiker fordern mehr
Deutsche Bahn hält Fernverkehrspreise für ein Jahr ab 1. Mai stabil
Die Deutsche Bahn hat bekannt gegeben, dass die Preise für Fernverkehrstickets ab dem 1. Mai für ein Jahr unverändert bleiben. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Energiekrise die Transportkosten belastet. Dennoch kritisieren Fahrgastverbände den Schritt als unzureichend angesichts anhaltender Probleme im Service.
Die Interessenvertretung Pro Bahn forderte stattdessen deutliche Preissenkungen. Ihr Ehrenvorsitzender, Detlef Neuß, argumentierte, dass die aktuellen Tarife angesichts häufiger Verspätungen und Zugausfälle ungerechtfertigt hoch seien.
Wie die Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla bestätigte, wird die Deutsche Bahn die Preise für Fernverkehrstickets ab dem 1. Mai einfrieren. Die Maßnahme soll Reisende in der Energiekrise finanziell entlasten.
Pro Bahn wies die Ankündigung jedoch umgehend zurück. Neuß betonte, dass die Ticketpreise ohnehin je nach Strecke und Nachfrage stark variieren und es keine einheitliche Preisgestaltung gebe. Ein Preisfreeze löse die eigentlichen Probleme der Fahrgäste nicht.
Zudem kritisierte Neuß die Reaktion des Unternehmens auf die Service-Mängel. Angesichts häufiger Verspätungen und flächendeckender Zugausfälle sei eine Preiserhöhung nicht zu rechtfertigen. Stattdessen forderte er die Bahn auf, die Tarife für einen festgelegten Zeitraum zu senken, um die Reisenden besser zu unterstützen.
Die Preisgarantie gilt vorerst bis mindestens April 2025. Fahrgastverbände bestehen jedoch darauf, dass weitere Schritte nötig sind, um die Erschwinglichkeit und Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs zu verbessern. Auf die Forderungen nach zusätzlichen Preissenkungen hat die Deutsche Bahn bisher nicht reagiert.






