Bayerns Frauen kämpfen sich mit 1:1 gegen Barcelona ins Halbfinale zurück
Emilia SchmittBayerns Frauen kämpfen sich mit 1:1 gegen Barcelona ins Halbfinale zurück
Bayern Münchens Frauenmannschaft hält Champions-League-Traum mit hart erkämpftem 1:1 gegen Barcelona am Leben
Vor rekordverdächtigen 31.000 Zuschauern im Münchner Stadion – die größte Kulisse, die je ein Frauen-Team des FC Bayern in diesem Wettbewerb erlebte – kämpfte sich die Mannschaft zu einem 1:1-Unentschieden gegen den FC Barcelona. Doch das Spiel wurde von zwei Roten Karten überschattet, die die Gastgeberinnen in den Schlussminuten mit nur noch neun Spielerinnen zurückließen.
Barcelona ging bereits in der 8. Minute in Führung, nachdem ein defensiver Fehler von Giulia Gwinn den Gästen die Chance zum Torerfolg ebnete. Trotz des Rückstands konterte Bayern mit schnellen Vorstößen, sobald sie den Ball zurückeroberten.
Der Ausgleich gelang in der 69. Minute, als Franziska Kett eine gut vorbereitete Aktion abschloss, die Pernille Harder eingeleitet hatte. Doch Bayerns Hoffnungen auf den Sieg zerschlugen sich, als Kett in der 79. Minute des Feldes verwiesen wurde – wegen eines Haarziehens an Salma Paralluelo. Die Frustration der Mannschaft wuchs weiter, als auch Trainer José Barcala nach Protesten gegen die Schiedsrichterentscheidung die Rote Karte sah.
Trotz der meisten Spielminuten in Unterzahl hielt Bayern Barcelona zum Remis. Nach dem Spiel hinterfragte Bianca Rech, die sportliche Leiterin der Bayern-Frauen, die Berechtigung von Ketts Platzverweis und bezeichnete die Entscheidung als "diskussionswürdig". Giulia Gwinn zeigte sich hingegen optimistisch und betonte, dass der Traum vom ersten Champions-League-Finale für Bayern weiterhin realistisch sei.
Das Unentschieden hält die Münchnerinnen im Rennen, doch die Roten Karten erschweren den Weg nach vorn. Mit Rekordkulisse und einer kämpferischen Leistung blickt das Team nun auf das Rückspiel. Das Ergebnis lässt die Partie offen – doch Disziplin wird im nächsten Duell entscheidend sein.






