22 April 2026, 08:09

Bundestagsabgeordnete erhalten 2026 rund 500 Euro mehr Gehalt pro Monat

Liniengraph, der die Gehälter der Kongressabgeordneten in den USA in aktuellen und konstanten Dollar von 1992 bis 2023 vergleicht, mit begleitendem erklärendem Text.

Bundestagsabgeordnete erhalten 2026 rund 500 Euro mehr Gehalt pro Monat

Abgeordnete des Deutschen Bundestags erhalten ab Juli 2026 eine Gehaltserhöhung. Ihre monatlichen Bezüge steigen um etwa 500 Euro, sodass das Bruttogehalt dann rund 12.330 Euro betragen wird. Die Anpassung erfolgt nach einem gesetzlich vorgeschriebenen System, das die Diäten der Parlamentarier an die Lohnentwicklung im Land koppelt.

Die Gehaltserhöhung ist Teil eines automatischen Mechanismus, der sich an der nominalen Lohnentwicklung orientiert. Dieses System besteht seit Jahren und soll sicherstellen, dass die Einkommen der Abgeordneten die allgemeine wirtschaftliche Lage widerspiegeln. Im Jahr 2021 führte derselbe Mechanismus sogar zu einer Kürzung der Parlamentsgehälter.

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Die regierende CDU/CSU-Fraktion befürwortet das aktuelle Verfahren und argumentiert, es sorge für Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Steffen Bilger von der CDU betonte, das System ermögliche Anpassungen in beide Richtungen – nach oben wie nach unten – je nach Lohntrends. Auch die SPD steht hinter dem Verfahren; Dirk Wiese hob dessen Bewährung über die Jahre hervor.

Kritik an der Erhöhung kommt aus mehreren Parteien. Die Linke, vertreten durch Ina Latendorf, fordert dringende Reformen und lehnt die geplante Anhebung ab. Bernd Baumann von der AfD lehnt die automatische Anpassung seit Langem ab und hat wiederholt versucht, die Regelung vollständig abzuschaffen.

Die Grünen hingegen verteidigen den Mechanismus als zentrales Element der Transparenz. Helge Limburg von der Partei betonte, eine Aussetzung des Systems bedürfe einer starken Begründung – die es derzeit nicht gebe.

Die Gehaltsanpassung tritt Mitte 2026 in Kraft und erhöht das Bruttogehalt der Abgeordneten auf etwa 12.330 Euro monatlich. Die Änderung folgt einem geregelten Prozess, der die Parlamentsbezüge an die Lohnentwicklung im Land knüpft. Während einige Parteien das System unterstützen, drängen andere weiterhin auf Reformen oder dessen vollständige Abschaffung.

Quelle