Bundestag beschließt schnellere Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse
Maximilian KrauseBundestag beschließt schnellere Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse
Der Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet, um die Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Gesundheitsbereich zu beschleunigen. Der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingebrachte Entwurf zielt darauf ab, bürokratische Hürden für Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen abzubauen. Am Donnerstag wurde das Vorhaben mit den Stimmen der Regierungskoalition und der Grünen verabschiedet.
Das Gesetz konzentriert sich auf die Vereinfachung, Vereinheitlichung und Digitalisierung des Anerkennungverfahrens. Zudem ermöglicht es den Bundesländern, die Sprachkenntnisse von Bewerberinnen und Bewerbern aus Drittstaaten bereits während der Berufsausbildung zu prüfen. Ziel ist es, qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland den Einstieg in das deutsche Gesundheitssystem zu erleichtern.
Bei der Abstimmung im Bundestag stimmten die Koalitionsfraktionen und die Grünen für den Entwurf, während die AfD dagegen votierte und die Linke sich der Stimme enthielt. Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, bedarf es noch der Zustimmung des Bundesrates. Bei einer Verabschiedung soll es am 1. November 2026 in Kraft treten.
Die neuen Regelungen sollen die Bürokratie für ausländische Gesundheitsfachkräfte verringern. Sobald der Bundesrat dem Gesetz zustimmt, wird es ab Ende 2026 gelten. Die Reform könnte dazu beitragen, den Personalmangel im deutschen Gesundheitssektor zu mildern.






