20 April 2026, 04:06

Bayerische Metallbranche verliert massiv Lehrlinge – 11 Prozent weniger Azubis 2022

Altes Buch mit einer detaillierten Karte von Bayern auf dem Cover vor einem schwarzen Hintergrund.

Bayerische Metallbranche verliert massiv Lehrlinge – 11 Prozent weniger Azubis 2022

Lehrlingszahlen in Bayerns Metall- und Elektroindustrie brachen 2022 stark ein

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Die Anzahl der neuen Ausbildungsverträge in der bayerischen Metall- und Elektrobranche ging 2022 drastisch zurück. Die Neuabschlüsse sanken um fast 11 Prozent – bis Jahresende wurden nur noch knapp 14.000 Verträge unterzeichnet. Arbeitgeberverbände warnen, dass sich der Abwärtstrend in diesem Jahr voraussichtlich fortsetzen wird.

Besonders hart traf der Rückgang die Metall- und Elektroindustrie, in der Großunternehmen wie Siemens, BMW und Audi ansässig sind. Während die Branche einen Einbruch von 11 Prozent verzeichnete, blieb der Rückgang im gesamten Handwerk moderat. Bayernweit gingen die neuen Ausbildungsverträge in allen Branchen lediglich um 1,1 Prozent zurück – bis zum 30. September 2022 wurden rund 85.000 Verträge gezählt.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Bayme und vbm, wies Vorwürfe zurück, Unternehmen würden sich bei der Ausbildung neuer Fachkräfte zurückhalten. Stattdessen nannte er die wirtschaftliche Schwächephase und demografische Veränderungen als Hauptgründe. Fast die Hälfte der Betriebe klagte über zu wenige Bewerber, während 49,4 Prozent der Unternehmen angaben, dass den Kandidaten die nötigen Qualifikationen fehlen.

Brossardt kritisierte zudem die hohen betrieblichen Kosten in Deutschland und forderte die Bundesregierung auf, geplante Reformen zügig umzusetzen. Die Verbände rechnen für das laufende Jahr mit einem weiteren Rückgang der Ausbildungsplätze um acht Prozent.

Die Metall- und Elektroindustrie verzeichnet damit einen stärkeren Einbruch bei den Lehrlingszahlen als andere Sektoren. Angesichts des Mangels an qualifizierten Bewerbern und anhaltender wirtschaftlicher Belastungen dürfte sich die Entwicklung weiter verschärfen. Die Arbeitgeber drängen auf politische Maßnahmen, um die Abwärtsspirale zu stoppen.

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