16 April 2026, 04:06

Bühnenarbeiter bei Stage XL kämpfen gegen prekäre Arbeitsbedingungen und ausstehende Löhne

Ein Plakat mit Cantus Collin und Konrad Junghänel, das Text über das Konzert enthält.

Bühnenarbeiter bei Stage XL kämpfen gegen prekäre Arbeitsbedingungen und ausstehende Löhne

Bühnenarbeiter bei 36 Stage XL in Berlin klagen seit Jahren über prekäre Arbeitsbedingungen

Bei der Berliner Firma 36 Stage XL, die auf Bühnenbau für große Veranstaltungsorte spezialisiert ist, arbeiten Mitarbeiter seit Jahren unter prekären Bedingungen. Beschäftigte berichten nun von unsicheren Arbeitsmethoden, ausstehenden Löhnen und fehlendem Basisschutz – und haben sich deshalb zu kollektivem Widerstand entschlossen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Vojta C. und German Garcia waren beide für 36 Stage XL tätig, das Bühnen in großen Berliner Locations aufbaut. Garcia wurde über einen befristeten Vertrag ohne garantierte Einsätze oder Mindestlohn eingestellt. Nachdem er auf ausstehende Löhne aufmerksam gemacht hatte, wurden seine Arbeitsaufträge fast vollständig gestrichen.

Häufig mussten Mitarbeiter schwere Ausrüstung ohne ausreichende Einweisung oder Sicherheitsvorkehrungen handhaben. Viele waren gezwungen, ihre eigene Schutzkleidung zu kaufen – oft billige, minderwertige Produkte. Garcia erhielt zudem für krankheitsbedingte Fehlzeiten keinen Lohnausgleich, was ihn in finanzielle Not brachte.

Als Reaktion schlossen sich die Arbeiter einer Gruppe an, die mit der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft FAU verbunden ist. Sie starteten die Online-Kampagne Stage Workers United, um auf Arbeitsrechte und Sicherheitsmängel aufmerksam zu machen. Die Gewerkschaft ließ zudem eine rechtliche Prüfung der Arbeitsverträge des Unternehmens durchführen.

Die FAU sieht in der Kampagne einen wichtigen Schritt, auch wenn Missstände in der Branche weiter bestehen. Die Beschäftigten kämpfen weiterhin für faire Behandlung und besseren Schutz. Durch juristische Schritte und öffentliche Kampagnenarbeit setzen sie sich für Veränderungen ein. Das Unternehmen hat auf die Forderungen der Initiative bisher nicht reagiert.

Quelle