16 April 2026, 18:07

Inflationsrisiko in Deutschland steigt erneut – Energiepreise treiben Preisspirale an

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Inflationsrisiko in Deutschland steigt erneut – Energiepreise treiben Preisspirale an

In Deutschland steigen die Inflationsrisiken nach monatelanger Entspannung wieder an. Der aktuelle Ifo-Preisindikator kletterte im März auf 25,3 Punkte – ein deutlicher Anstieg gegenüber 20,3 Punkten im Februar. Ökonomen warnen, dass höhere Energiekosten nun zu breiteren Preiserhöhungen in der gesamten Wirtschaft führen.

Besonders stark ist der Anstieg der Preiserwartungen in der Industrie. Dort sprang der Indikator innerhalb nur eines Monats von 13 auf 20 Punkte. Auch Bauunternehmen verzeichneten einen steilen Anstieg: Die Erwartungen verdoppelten sich von 10 auf 20,2 Punkte.

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Klaus Wohlrabe, der die Ifo-Umfragen leitet, führte den Trend auf stark gestiegene Rohöl-, Gas- und Strompreise zurück. Diese Preissprünge sind vor allem auf den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten zurückzuführen. Noch bis vor kurzem hatten sinkende Energiepreise die Inflation gedämpft – doch diese Entlastung scheint nun zu schwinden.

Wohlrabe verwies zudem auf höhere Produktions- und Transportkosten. Unternehmen geben diese Belastungen zunehmend an die Verbraucher weiter. In der Folge breiten sich die energiebedingten Preiserhöhungen auf Waren und Dienstleistungen aller Art aus.

Die jüngsten Zahlen deuten darauf hin, dass die Inflation in den kommenden Monaten weiter steigen wird. Unternehmen stehen unter wachsendem Kostendruck und passen ihre Preise entsprechend an. Laut Wohlrabe zeigt sich damit deutlich: Die inflationsfördernden Kräfte kehren in Deutschland zurück.

Quelle