Berlin verschärft Schulregeln: Mehr Kontrollen, weniger Schwänzen erlaubt
Luisa LangeBerlin verschärft Schulregeln: Mehr Kontrollen, weniger Schwänzen erlaubt
Berliner Schulen führen strengere Erfolgskontrollen und Anwesenheitsregeln ein
Der Berliner Senat hat einen Entwurf zur Änderung des Schulgesetzes verabschiedet, der die Bildungsqualität verbessern soll. Die geplanten Reformen umfassen häufigere Leistungsbewertungen, digitale Dokumentation sowie schärfere Vorschriften bei Schulschwänzen.
Nach dem neuen Gesetz sollen Schulen die schulischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler systematischer erfassen. Standardisierte Tests und Vergleichsdaten ermöglichen es Lehrkräften, Wissenslücken früher zu erkennen. Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch betonte, dass die Maßnahmen auch dazu dienten, Unterrichtsmethoden zu bewerten und gezieltere Förderung anzubieten.
Zudem werden die Regeln bei unentschuldigten Fehlzeiten verschärft. Bei wiederholtem Schwänzen können Schülerinnen und Schüler künftig verpflichtet werden, einen Amtsarzt aufzusuchen. Dies ist Teil einer umfassenderen Strategie, um die regelmäßige Teilnahme am Unterricht und die Lernmotivation zu sichern.
Die Novelle umfasst weitere zentrale Bereiche: Die Übergänge zwischen den Schulformen, der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Unterricht sowie die digitale Aktenführung werden rechtlich verankert. Ziel ist es, die Schulen zu modernisieren und auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten.
Der Gesetzentwurf geht nun in die nächste Runde des Genehmigungsverfahrens. Bei Verabschiedung würde er tiefgreifende Veränderungen mit sich bringen – von der Leistungsbewertung über die Anwesenheitskontrolle bis hin zur technologischen Ausstattung. Die Reformen sollen ein strukturierteres und flexibleres Bildungssystem schaffen.






