Autohändler fordern mehr politische Unterstützung im E-Auto-Wandel
Der Verband der Automobilhandel Deutschland (VAD) fordert eine stärkere politische Vertretung der Branche. Burkhard Weller, Autohändler und Präsident des VAD, warnt vor den Herausforderungen für unabhängige Händler, da Elektrofahrzeuge den Markt grundlegend verändern. Seine Appelle gehen einher mit Forderungen nach klareren staatlichen Hilfen und schnelleren Entscheidungen bei Förderprogrammen.
Weller äußerte sich kürzlich in Berlin zu den Problemen der Autohäuser. Er betonte, dass Politiker eher zuhören, wenn Unternehmer direkt das Wort ergreifen – statt über Vermittler. Im Mittelpunkt seiner Gespräche standen die Notwendigkeit zügiger und präziser Regelungen für Kaufanreize bei Elektroautos.
Im jüngsten AUTOHAUS-Podcast wies Weller auf die finanzielle Belastung der Händler hin. Er prognostizierte, dass das Servicegeschäft um bis zu 50 Prozent schrumpfen könnte, da Elektrofahrzeuge weniger Wartung erfordern. Gleichzeitig rechnet er damit, dass die Zahl der Autohaus-Standorte auf unter 12.000 sinkt – mit weniger als 3.000 unabhängigen Betrieben, ein drastischer Rückgang gegenüber den einst rund 37.000.
Zu seinen zentralen Forderungen zählen die sofortige Auszahlung von Fördergeldern, eine rückwirkende Berücksichtigung ab dem 1. Januar sowie Unterstützung für junge Gebraucht-Elektroautos. Ohne diese Maßnahmen, so Weller, drohe vielen kleineren Betrieben das Aus im Wandel der Branche.
Der Vorstoß des VAD für klarere Rahmenbedingungen spiegelt die wachsende Sorge um die Zukunft des Automobilhandels wider. Durch sinkende Serviceumsätze und steigenden Wettbewerb im Zuge der Elektromobilität geraten Händler zunehmend unter Druck. Wellers Vorschläge zielen darauf ab, Hilfen zu sichern, bevor weitere Schließungen die Branche erschüttern.






