Aumovio kämpft um die Wende: Jobabbau, Umsatzrückgang und Hoffnung auf Gewinn 2024
Emilia SchmittAumovio kämpft um die Wende: Jobabbau, Umsatzrückgang und Hoffnung auf Gewinn 2024
Aumovio rechnet mit einem weiteren schwierigen Jahr – trotz umfangreicher Umstrukturierung
Aumovio hat vor einem weiteren herausfordernden Jahr gewarnt, während das Unternehmen seine umfassende Restrukturierung vorantreibt. 2023 verbuchte der Konzern einen Nettoverlust von 655 Millionen Euro, der vor allem auf Sonderkosten und die Abspaltung der Continental-Sparte zurückzuführen war. Trotz des Rückschlags erwartet die Unternehmensführung für 2024 die Rückkehr in die Gewinnzone.
Die finanziellen Probleme des Automobilherstellers hielten auch im vergangenen Jahr an: Die Verluste vertieften sich auf 655 Millionen Euro. Restrukturierungskosten und die Trennung von Continental belasteten die Bilanz stark. Für 2024 wird nun ein erneuter Umsatzrückgang erwartet, bedingt durch eine nachlassende Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten.
Aumovio hat bereits 5.400 Stellen in der Verwaltung und 1.750 Forschungspositionen abgebaut. Bis Ende 2025 sind im Rahmen der laufenden Sparmaßnahmen weitere 7.000 Stellenstreichungen geplant. Auch die bereits angekündigten Werksschließungen werden aufgrund der schwierigen Marktbedingungen umgesetzt.
Für das laufende Jahr wird ein bereinigter Umsatz zwischen 17,0 und 18,5 Milliarden Euro prognostiziert. Die bereinigte EBIT-Marge könnte jedoch auf 3,5 bis 5,0 Prozent schrumpfen – möglicherweise noch niedriger als 2023. Die Unternehmensführung räumte ein, dass auch die operativen Gewinnmargen weiter sinken könnten.
2024 wird keine Dividende ausgeschüttet, doch im Laufe des Jahres soll eine neue Strategie zur Kapitalverwendung vorgestellt werden. Ein Rückgang der globalen Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen wird voraussichtlich die Umsätze in allen Unternehmensbereichen belasten.
Aumovio bleibt auf Kostensenkung und Effizienzsteigerung fokussiert. Trotz sinkender Umsätze und anhaltender Branchenherausforderungen strebt das Unternehmen in diesem Jahr die Rückkehr in die schwarzen Zahlen an. Aktionäre müssen jedoch bis zur zweiten Jahreshälfte 2024 warten, um Details zur künftigen Investitionsplanung zu erfahren.






