06 April 2026, 22:06

Apothekerverband fordert Reform gegen ungerechte Honorarkürzungen durch Krankenkassen

Plakat mit der Aufschrift "$160 Milliarden die Menge, die Steuerzahler seit Medicare niedrigere Arzneimittelpreise verhandeln kann" mit einem Logo.

Apothekerverband fordert Reform gegen ungerechte Honorarkürzungen durch Krankenkassen

Der Bundesverband der Versorgungsapotheker (BVVA) hat die aktuellen Regelungen zu rückwirkenden Honorarabzügen durch Krankenkassen scharf kritisiert. Nach Angaben des Verbands bieten die bestehenden gesetzlichen und vertraglichen Schutzmechanismen keinen ausreichenden Schutz vor ungerechtfertigten finanziellen Belastungen für Apotheken. Die Vereinigung fordert nun eine grundlegende Reform des Systems, um bürokratischen Aufwand und Rechtsstreitigkeiten zu verringern.

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Rückwirkende Honorarkürzungen sorgen weiterhin für tägliche Probleme in den Apotheken und zwingen diese zu langwierigen Widerspruchsverfahren und Gerichtsprozessen. Der BVVA wirft den Krankenkassen vor, Zahlungen oft wegen geringfügiger, korrigierbarer Formalfehler vorzuenthalten – eine Praxis, die der Verband als ungerechtfertigt und schädlich bezeichnet.

Darüber hinaus erneuert die Organisation ihre Forderung nach einer "Apotheken-GmbH", um mehr junge Apotheker:innen für den Beruf zu gewinnen. Im Gegensatz zum traditionellen Modell der Offenen Handelsgesellschaft (OHG) würde die GmbH-Lösung teilzeitbeschäftigten Apotheker:innen mehr Flexibilität in Führungspositionen ermöglichen.

Um den Betrieb zu vereinfachen, setzt sich der BVVA dafür ein, dass Standardrezepte einen Monat lang gültig bleiben. Zudem besteht die Vereinigung darauf, dass Krankenkassen die Zuzahlungen der Patient:innen direkt abwickeln sollten, anstatt die Apotheken damit zu belasten. Die aktuellen Regelungen, so der Verband, ließen zu viele Schlupflöcher für Missbrauch durch die Kassen offen.

Jüngste Vorschläge zur Einschränkung der Honorarkürzungen wurden als unzureichend zurückgewiesen. Der BVVA betont, dass nur eine grundlegende Reform – einschließlich der direkten Abwicklung von Zuzahlungen durch die Kassen – das Problem lösen werde.

Zu den zentralen Forderungen des BVVA gehören strengere Kontrollen bei Honorarabzügen, die Einführung des GmbH-Modells für Apotheken sowie eine verlängerte Gültigkeit von Rezepten. Würden diese Änderungen umgesetzt, würden Verwaltungsaufgaben von den Apotheken auf die Krankenkassen verlagert. Die Vorschläge des Verbands zielen darauf ab, Bürokratie abzubauen und den Sektor für junge Berufseinsteiger:innen attraktiver und zukunftsfähiger zu gestalten.

Quelle