31 March 2026, 02:06

Apothekenbranche altert rasant: Jede dritte Fachkraft steht vor dem Ruhestand

Plakat mit Text und einem Kreisdiagramm, das die Anzahl der Berufe mit den meisten neuen Stellen zeigt, unterteilt in Abschnitte für Gesundheit, Einzelhandel und Gastronomie, mit zusätzlichen Details im Text.

Apothekenbranche altert rasant: Jede dritte Fachkraft steht vor dem Ruhestand

Deutschlands Apothekenbelegschaft altert schneller als der nationale Durchschnitt

Neue Zahlen zeigen: Fast ein Drittel aller Apotheker:innen ist heute 56 Jahre oder älter. Dieser Trend wirft Fragen zur künftigen Personalversorgung in der Branche auf, da immer mehr erfahrene Fachkräfte vor dem Ruhestand stehen.

Das Durchschnittsalter von Apotheker:innen in öffentlichen Apotheken liegt bei 48,4 Jahren – und damit über dem gesamtwirtschaftlichen Schnitt. Bei Apothekenleitungen ist der Altersdurchschnitt mit 53,6 Jahren noch höher. Die Daten aus dem Jahr 2024 belegen, dass 30 Prozent aller Apotheker:innen zur Altersgruppe 56-plus gehören, wobei die größte Gruppe (13,5 Prozent) zwischen 56 und 60 Jahre alt ist.

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Jüngere Apotheker:innen sind dagegen deutlich unterrepräsentiert: Nur 12,5 Prozent der Beschäftigten sind zwischen 31 und 35 Jahre alt. Für die Altersgruppe unter 30 liegen keine genauen Zahlen vor – eine Lücke, die das Verständnis für die Jugendstruktur in der Branche erschwert.

Die Situation in Deutschland weicht damit deutlich vom EU-Durchschnitt ab, wo nur 20 Prozent der Erwerbstätigen 55 Jahre oder älter sind. National zählt hierzulande etwa ein Viertel (24 Prozent) der 15- bis 64-Jährigen zur Altersgruppe 55 bis 64. In den nächsten 15 Jahren wird voraussichtlich fast ein Drittel der deutschen Erwerbsbevölkerung – rund 13,4 Millionen Menschen – das Renteneintrittsalter erreichen. Das verschärft die Sorge vor Fachkräftemangel in Schlüsselberufen.

Die überdurchschnittliche Alterung der Apothekenbelegschaft deutet auf kommende Herausforderungen hin. Angesichts des hohen Anteils kurz vor dem Ruhestand stehender Apotheker:innen könnte die Branche bald unter Druck geraten, jüngere Nachwuchskräfte zu gewinnen und auszubilden. Die aktuellen Daten zeigen eine deutliche Kluft zwischen älteren und jüngeren Beschäftigten – ein klares Signal für notwendige langfristige Planungen.

Quelle