Aldi Süd verkauft Luxushotel Öschberghof – doch alles bleibt beim Alten
Luisa LangeAldi Süd verkauft Luxushotel Öschberghof – doch alles bleibt beim Alten
Aldi Süd verkauft Luxushotel Öschberghof an die Gustav-Zech-Stiftung
Aldi Süd hat sich darauf verständigt, sein Luxushotel Öschberghof an die Gustav-Zech-Stiftung zu veräußern. Das Fünf-Sterne-Haus, das dem Discounter seit Mitte der 1970er-Jahre gehört, bleibt auch nach dem Abschluss des Geschäfts unter derselben Führung. Der aktuelle Direktor Michael Artner wird sein Amt behalten.
Der Öschberghof war über Jahrzehnte ein wertvolles Asset für Aldi Süd und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 30,7 Millionen Euro. Trotz des Erfolgs konzentriert sich das Unternehmen nun stärker auf sein Kerngeschäft im Einzelhandel und auf Kostensenkungen. Zu den jüngsten Maßnahmen zählen Personalabbau – insbesondere in Bereichen wie Aldi DX – sowie die Zentralisierung von Abläufen am Hauptsitz in Salzburg.
Der Verkauf an die Zech-Gruppe steht noch unter dem Vorbehalt der Kartellbehörden. Nach der finalen Genehmigung übernimmt die Stiftung zwar die Eigentümerschaft, der Betrieb läuft jedoch wie bisher weiter. Die Zech-Gruppe bestätigte, dass weder personelle noch servicebezogene Änderungen für Gäste geplant sind.
Die Entscheidung von Aldi Süd passt in eine umfassendere Strategie zur Straffung des Portfolios. Durch den Abstoß nicht zum Kerngeschäft zählender Vermögenswerte wie dem Öschberghof will das Unternehmen seine Supermarktaktivitäten stärken. Das Hotel bleibt unter der Trägerschaft der Gustav-Zech-Stiftung geöffnet, mit Michael Artner weiterhin als Geschäftsführer. Der Deal markiert den Ausstieg von Aldi Süd aus dem Luxus-Hotelsektor und unterstreicht die Fokussierung auf Effizienz und Kostenkontrolle im Einzelhandel. Der Übergang steht noch unter dem Vorbehalt der regulatorischen Freigabe.






