Wladimir Jurowski verlässt die Bayerische Staatsoper 2029 – mit klarem Plan für den Abschied
Emilia SchmittGeneralmusikdirektor Jurowski: Kein Plan für nach 2029 - Wladimir Jurowski verlässt die Bayerische Staatsoper 2029 – mit klarem Plan für den Abschied
Wladimir Jurowski bleibt bis 2029 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Sein Vertrag, der ursprünglich nur um zwei statt um fünf Jahre verlängert wurde, markiert das letzte Kapitel seiner Führung an dem Haus. Offener als viele andere hat er über seinen Umgang mit Übergängen, Erneuerung und der Zeit nach seiner Amtszeit gesprochen.
Jurowski wird die Spielzeit 2028/29 leiten, bevor er sein Amt niederlegt. Anders als manche langjährige Direktoren ist er überzeugt, dass weder zu kurze noch übermäßig lange Amtszeiten Institutionen oder den Einzelnen guttun. Stattdessen plädiert er für regelmäßige Erneuerung – sowohl Menschen als auch Organisationen würden davon profitieren, wenn Wandel im richtigen Tempo erfolge.
Sein Abschied wird kein radikaler Schnitt sein. Jurowski legt Wert darauf, in gutem Einvernehmen zu scheiden und die Verbindung zu den Häusern, mit denen er gearbeitet hat, zu bewahren. Gleichzeitig zeigt er sich begeistert von der Idee eines Neuanfangs und beschreibt einen unbeschriebenen Blatt nicht als einschüchternd, sondern als belebend.
Während seine Zukunft noch offen ist, konzentriert sich Jurowski lieber auf die Gegenwart als auf starre Langzeitplanung. Seine Haltung steht damit im Kontrast zu der des Operndirektors Serge Dorny, dessen Vertrag mindestens bis 2031 läuft. Fürs Erste liegt Jurowskis gesamter Fokus auf seinen verbleibenden Spielzeiten in München.
Die Bayerische Staatsoper wird Jurowskis Führung bis zum Ende der Spielzeit 2028/29 erleben. Was danach kommt, bleibt ungewiss – ganz im Sinne seiner Vorliebe für Flexibilität statt fester Verpflichtungen. Die Institution selbst wird unter Dornys Leitung noch Jahre über Jurowskis Abschied hinaus weitergeführt.