Wiesbaden will den Ball des Sports zurück – doch die Zeit drängt
Der Ball des Sports, eine der renommiertesten Sportehrungen Deutschlands, könnte in den kommenden Jahren nach Wiesbaden zurückkehren. Die Stadt wird aufgefordert, schnell zu handeln, wenn sie die Gala zwischen 2028 und 2032 ausrichten möchte. Derzeit laufen Gespräche mit der Stiftung Deutsche Sporthilfe, um mögliche Veranstaltungsorte zu prüfen.
Wiesbaden hatte zwischen 2018 und 2022 jährlich rund 687.000 Euro in den Ball des Sports investiert. Die Veranstaltung brachte erhebliche wirtschaftliche Vorteile mit sich: Jeder in lokalen Einrichtungen ausgegebene Euro generierte einen regionalen Mehrwert von fünf bis acht Euro. Zudem sorgte der Ball für etwa 800 Hotelübernachtungen von Gästen sowie 1.600 Übernachtungen von Technikern und Personal.
Eine endgültige Entscheidung über die Wiederbelebung des Balls steht jedoch noch aus. Die Stiftung Deutsche Sporthilfe plant jedoch bis zu diesem Sommer zu klären, welche Städte Interesse an der Ausrichtung künftiger Ausgaben haben. Am 28. Mai brachte die FDP mit dem Antrag 26-F-05-0001 die Forderung ein, dass Wiesbaden offiziell seine Bereitschaft zur Ausrichtung der Veranstaltung erklären soll.
Stadtvertreter haben bereits Gesprächsbereitschaft mit der Stiftung signalisiert. Doch die Zeit wird knapp, wenn Wiesbaden seinen Platz als möglicher Gastgeber für den Zeitraum 2028 bis 2032 sichern will.
Sollte die Stadt voranschreiten, könnte der Ball des Sports erneut die lokale Wirtschaft und den Tourismus beleben. Die bisherigen Investitionen und Erfahrungen Wiesbadens könnten seine Chancen stärken. Die endgültige Entscheidung der Stiftung hängt davon ab, welche Standorte in den kommenden Monaten konkretes Interesse zeigen.






