Wiesbaden kämpft gegen nächtliche Lärmbelästigung durch Hochzeitskorsos und Autofeiern
Luisa LangeWiesbaden kämpft gegen nächtliche Lärmbelästigung durch Hochzeitskorsos und Autofeiern
Autokorsos, die mit hupenden Fahrzeugen durch die Wiesbadener Innenstadt fahren, sind mittlerweile ein häufiges Problem – besonders nachts. Laut Behörden sind vor allem Hochzeitskonvois im Sommer die Hauptursache für Lärmbeschwerden in der Region.
Unnötiges Hupen gilt als Ordnungswidrigkeit. Das Bußgeld beginnt bei fünf Euro, steigt aber auf zehn Euro, wenn der Lärm eine deutliche Belästigung oder Störung darstellt. Allerdings können die Beamten Strafen nur verhängen, wenn sie die Zuwiderhandlung selbst beobachten.
Die gesetzliche Nachtruhe beginnt um 22 Uhr, doch eine Ahndung setzt voraus, dass Polizisten den Verstoß direkt mitbekommen. Anwohner, die sich durch Lärm gestört fühlen, werden aufgefordert, Vorfälle umgehend zu melden – am besten, während die Störung noch andauert.
Bei Großereignissen wie der Fußball-Weltmeisterschaft zeigen die Behörden mitunter Nachsicht bei friedlichen Feiern. Doch nach Mitternacht hat das Recht auf Ruhe Vorrang. Die Polizei greift zudem ein, wenn Autokorsos gefährlich werden oder gegen Verkehrsregeln verstoßen – nicht nur wegen des Hupens.
Die Regeln zu Bußgeldern und Ruhezeiten sind klar. Damit Maßnahmen ergriffen werden können, müssen Meldungen zeitnah erfolgen. Die Behörden suchen einen Ausgleich zwischen Feierfreude und öffentlicher Ruhe – und schreiten ein, wo es nötig ist.
