Wiesbaden feiert 40 Jahre LGBTQ+-Bewegung mit bunter Festwoche und CSD-Umzug
Emilia SchmittWiesbaden feiert 40 Jahre LGBTQ+-Bewegung mit bunter Festwoche und CSD-Umzug
Wiesbaden feiert Meilenstein der LGBTQ+-Bewegung mit einer Woche voller Veranstaltungen
Die hessische Landeshauptstadt setzt ein Zeichen für Vielfalt: Mit einer Festwoche würdigt Wiesbaden 40 Jahre Engagement der lokalen Aidshilfe und verbindet Kräfte mit kommunalen Verantwortungsträgern, um Akzeptanz und Sichtbarkeit queerer Menschen zu stärken. Höhepunkte sind in diesem Jahr der Rainbow-Empfang sowie der traditionelle Christopher-Street-Day-Umzug am 30. Juli.
Den Auftakt bildete am 22. Juli der Rainbow-Empfang, bei dem Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und die stellvertretende Bürgermeisterin Christiane Hinninger das Engagement Wiesbadener Bürger:innen würdigten. Im Fokus standen die fortlaufenden Bemühungen um die Verbesserung von LGBTQ+-Rechten und die Steigerung der öffentlichen Präsenz. Gleichzeitig rückte die Veranstaltung die anhaltenden Herausforderungen in den Blick: Eine aktuelle kommunale Umfrage hatte gezeigt, dass queere Menschen in der Stadt häufig mit verbalen Angriffen, feindseligen Blicken und Belästigungen im öffentlichen Raum konfrontiert sind.
Der CSD-Umzug am 30. Juli startet um 13 Uhr am Warmen Damm hinter dem Hessischen Staatstheater. Unter dem Motto „Laut. Stolz. Unaufhaltsam. – Kein Schritt zurück!“ werden die Teilnehmenden für weitere Fortschritte bei Gleichberechtigung und Schutz demonstrieren. Der Marsch ist Teil eines verlängerten PRIDE-Wochenendes, das Aktivismus und Feiern verbindet.
Als Reaktion auf die Umfrageergebnisse kündigten Stadtvertreter:innen an, die Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Westhessen zu intensivieren. Ziel der Partnerschaft ist es, Opfer von Diskriminierung oder Gewalt besser zu unterstützen und schnellere sowie wirksamere Hilfsmaßnahmen zu gewährleisten.
Die Jubiläumsfeierlichkeiten fallen zusammen mit einem erneuten Vorstoß für mehr Sicherheit und Inklusion von LGBTQ+-Personen in Wiesbaden. Mit dem CSD-Umzug und laufenden Initiativen unterstreicht die Stadt ihr Bekenntnis gegen Diskriminierung. Die Organisator:innen hoffen, dass die Veranstaltungen weitere Solidarität und konkrete Schritte in der Gemeinschaft anstoßen.






