05 June 2026, 10:24

Verlassene DDR-Insel Ostervilm für 60.000 Euro versteigert – doch was darf der Käufer damit anfangen?

Eins, Zwei, Drei - Insel verkauft!

Verlassene DDR-Insel Ostervilm für 60.000 Euro versteigert – doch was darf der Käufer damit anfangen?

Verfallene künstliche Insel vor Deutschlands Küste für 60.000 Euro versteigert

Die bröckelnde künstliche Insel Ostervilm vor der deutschen Ostseeküste wurde für 60.000 Euro unter den Hammer gebracht. Die einst geheime Militäranlage ist heute eine verlassene Ruine in der Lagune des Greifswalder Boddens. Der neue Eigentümer muss sich jedoch strengen Auflagen unterwerfen – eine Nutzung des Geländes ist kaum möglich.

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Ostervilm entstand während der DDR-Zeit und diente der Entmagnetisierung von Kriegsschiffsrümpfen. Die Insel ruht auf 600 Holzpfählen, ihr Gerüst besteht aus Beton, der mit Eisen und Holz verkleidet ist. Nach dem Fall der DDR begann der Verfall der Anlage.

Das Objekt wurde mit einem Startgebot von 39.000 Euro angeboten und fand am 4. Juni für 60.000 Euro einen Käufer. Doch eine legale Nutzung oder Bebauung ist ausgeschlossen: Da das Gebiet als „Außenbereich“ ohne gültige Baugenehmigungen ausgewiesen ist, können keine Bauvorhaben umgesetzt werden.

Der Zugang zu Ostervilm gestaltet sich schwierig, da es keine gesicherte Infrastruktur gibt. Die Insel liegt in der Nähe von Vilm, einem Naturschutzgebiet, das einst als Urlaubsort der DDR-Elite diente. Noch heute betreibt die deutsche Marine ähnliche Entmagnetisierungsanlagen – allerdings nur in Kiel und Wilhelmshaven.

Der Käufer hat damit ein Objekt erworben, das kaum legal genutzt werden darf. Ohne Genehmigungen oder sicheren Zugang bleibt eine Entwicklung unmöglich. Die Zukunft Ostervilms bleibt ungewiss – die Insel wird weiter in der Ostsee verfallen.

Quelle