Uwe Steimle ermittelt als skurriler DDR-Kommissar in neuer Telegram-Krimiserie
Maximilian KrauseUwe Steimle ermittelt als skurriler DDR-Kommissar in neuer Telegram-Krimiserie
Neue Krimiserie Volkspolizeiruf Tatort Ost startet auf ausgewählten Telegram-Kanälen
Die neue Krimiserie Volkspolizeiruf Tatort Ost soll in Kürze auf ausgewählten Telegram-Kanälen an den Start gehen. Hauptdarsteller ist der ostdeutsche Kabarettist Uwe Steimle in der Rolle des Kommissars Bemme, eines skurrilen Ermittlers, der sich mit Verbrechen gegen das Volk der ehemaligen DDR befasst. Hinter dem Projekt steht Holger Friedrich, ein ehemaliger Zeitungsverleger, der eine Streaming-Plattform mit Fokus auf ostdeutsche Geschichten aufbauen möchte.
Die Serie erscheint zu einer Zeit, in der der öffentlich-rechtliche Sender MDR aufgrund finanzieller Engpässe die Produktion eigener Krimireihen pausiert hat. Volkspolizeiruf Tatort Ost will diese Lücke schließen und bietet eine frische, spezifisch ostdeutsche Perspektive auf das Krimi-Genre.
Die Idee zu Volkspolizeiruf Tatort Ost entstand aus dem Wunsch, die fehlende Repräsentation ostdeutscher Stimmen in den Mainstream-Medien zu thematisieren. Holger Friedrich, einst Verleger der Berliner Zeitung und der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung, treibt das Projekt voran. Sein langfristiges Ziel geht über die Serie hinaus: Er plant den Start eines eigenen Streaming-Dienstes für ostdeutschen Content – nach dem Vorbild von Netflix, aber mit regionalem Fokus.
Uwe Steimle übernimmt die Hauptrolle als Kommissar Bemme, ein unkonventioneller Ermittler, der von zwei Assistenten, Sahra und Egon, unterstützt wird. Die Serie hebt sich durch ihre provokanten Themen ab: Im Mittelpunkt stehen Verbrechen, bei denen Westdeutsche oder Migranten als Täter und Ostdeutsche als Opfer auftreten. Ton und Ansatz der Produktion haben bereits für Diskussionen gesorgt – etwa bei einem öffentlichen Streit zwischen Steimle und dem Drehbuchautor während einer Presseveranstaltung. Die Auseinandersetzung eskalierte so weit, dass beide wütend eine Kneipe verließen, was der Serie vor ihrem Start zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffte.
Die Pilotfolge mit dem Titel Mord unter der Windkraftanlage umfasst ungewöhnliche 11.000 Seiten. Die Handlung verbindet eine Windkraftanlage, ein verstecktes unterirdisches Labyrinth und einen allwissenden Oktopus – Elemente, die auf eine Mischung aus Absurdität und Spannung hindeuten. Der unkonventionelle Stil der Serie und ihr Fokus auf regionale Identität haben Neugier geweckt, besonders vor dem Hintergrund, dass der MDR, zuständig für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, seine Krimiproduktionen für die nächsten drei Jahre wegen Budgetkürzungen eingestellt hat.
Während der MDR seine Krimireihen pausiert, rückt Volkspolizeiruf Tatort Ost als Alternative für Zuschauer in den Fokus, die nach ostdeutschen Erzählungen suchen. Die Serie feiert ihre Premiere auf Telegram und bietet eine Plattform für Geschichten, die von den Mainstream-Medien oft übergangen werden. Friedrichs Pläne für einen eigenen Streaming-Dienst könnten den Einfluss regionaler Inhalte weiter stärken und ostdeutschen Machern wie Zuschauern einen eigenen Raum eröffnen.






