Türkei feiert WM-Qualifikation mit Jubelstürmen in Berlin
Hunderte türkische Fußballfans strömten auf die Straßen Berlins, um die Qualifikation ihrer Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft zu feiern. Der Sieg gegen den Kosovo, besiegelt durch ein Tor in der zweiten Halbzeit, löste jubelnde Szenen entlang des Kurfürstendamms aus – Anhänger schwenkten Fahnen und hupten in Autokorsos.
Die Türkei sicherte sich mit einem klaren 1-0-Erfolg gegen den Kosovo die Teilnahme am Turnier. Kerem Aktürkoğlu erzielte in der 53. Minute das entscheidende Tor und bescherte der Mannschaft damit die Rückkehr zur WM – erstmals seit 2002. Damals erreichte das Team das Halbfinale und belegte am Ende Platz drei, was bis heute ihr bestes Abschneiden bleibt.
Berlin, wo Schätzungen zufolge 200.000 bis 300.000 Menschen türkischer Herkunft leben, wurde zum Zentrum der Feierlichkeiten. Fans versammelten sich am Kurfürstendamm, ihre Autos mit Fahnen geschmückt, während gelegentlich Feuerwerk die Nacht erleuchtete. Die Polizei meldete kleinere Störungen durch Pyrotechnik, aber keine größeren Zwischenfälle.
Es ist bereits die dritte WM-Teilnahme der Türkei nach ihrem Debüt 1954 und dem historischen Vorstoß vor zwei Jahrzehnten. Die türkische Gemeinschaft in Berlin, die seit der Gastarbeiter-Ära der 1960er Jahre tief verwurzelt ist, hat die Stadtkultur über Jahrzehnte geprägt – in Politik, Stadtteilen wie der Sonnenallee oder an Orten wie historischen Moscheen.
Die Qualifikation bedeutet für die Türkei die erste WM-Teilnahme seit über 20 Jahren. Für die türkische Community Berlins spiegelten die Feiern nicht nur Fußballbegeisterung wider, sondern auch eine langjährige kulturelle Präsenz in der Stadt. Die Behörden betonten, dass die Veranstaltung trotz vereinzelter Feuerwerke weitgehend friedlich verlief.






