24 April 2026, 22:06

TMZ DC jagt jetzt Politiker mit Paparazzi-Taktiken in Washington

Porträt von George Washington auf Papier mit Text, der nach vorne schaut und einen ernsten Ausdruck hat, gekleidet mit Anzug und Krawatte.

TMZ DC jagt jetzt Politiker mit Paparazzi-Taktiken in Washington

TMZ DC bringt seine aggressive Promi-Berichterstattung nach Washington – und nimmt Politiker ins Visier

Mit seinen aufdringlichen Paparazzi-Methoden, die sonst vor allem Stars und Sternchen vorbehalten sind, rückt TMZ DC nun die politische Elite der US-Hauptstadt in den Fokus. Das für seine reißerischen Geschichten bekannte Portal hat bereits erste ungeschönte Momente eingefangen – darunter ein virales Foto von Senator Lindsey Graham in Disney World mitten in einer politischen Krise. Der Einstieg in die Hauptstadt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Kongress mit Rekord-Tiefstständen in der Zustimmung und einer Welle von Skandalen kämpft.

TMZ, 2005 gegründet, machte sich einen Namen mit spektakulären Enthüllungen aus der Welt der Prominenz – etwa als es 2009 als Erstes über den Tod Michael Jacksons berichtete. Bekannt ist das Portal auch dafür, dass es Quellen für Insiderinformationen bezahlt, eine Praxis, die die Grenzen des traditionellen Journalismus verwischt. Jetzt richtet TMZ DC sein Augenmerk auf Politiker und veröffentlicht unvorbereitete Aufnahmen von Persönlichkeiten wie Senator Cory Booker oder dem Abgeordneten Robert Garcia während der jüngsten Kongresspause.

In Washington sorgt dieser Ansatz bereits für Aufsehen. Ohne offizielle Presseakkreditierung sind die Reporter des Portals auf spontane "Gehen-und-Sprechen"-Interviews vor öffentlichen Gebäuden und von Bürgern eingereichte Fotos angewiesen. Der Strategiewechsel fällt in eine politisch turbulente Phase: Allein im April traten drei Abgeordnete wegen Vorwürfen wie sexueller Belästigung und Betrugs zurück.

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Das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung ist auf einem Tiefpunkt. Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Gallup zeigen, dass 86 Prozent der Bürger mit der Arbeit des Kongresses unzufrieden sind – ein Rekordwert. Gleichzeitig vertieft die Rückkehr von Ex-Präsident Donald Trump ins Rampenlicht die Vermischung von Politik und Promikultur. Auch seine Zustimmungswerte sind gesunken: Nur noch 33 Prozent der US-Erwachsenen unterstützen seine Amtsführung – ein Rückgang um neun Punkte seit Beginn seiner zweiten Amtszeit, wie Daten der AP-NORC-Umfrage zeigen.

Mit TMZ DC erhält Washingtons angeschlagene politische Klasse eine weitere Instanz der öffentlichen Prüfung. Angesichts historisch niedriger Zustimmungswerte und einer Serie von Skandalen könnte die ungeschönte Berichterstattung des Portals die öffentliche Wahrnehmung weiter prägen. Seine umstrittenen Methoden, die in der Unterhaltungsbranche bereits für Debatten sorgen, stellen nun auch die Grenzen des politischen Journalismus auf die Probe.

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