Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und Bilder
Luisa LangeTaylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und Bilder
Taylor Swift hat rechtliche Schritte eingeleitet, um ihren Namen, ihre Stimme und ihr Bild vor unberechtigter Nutzung durch KI zu schützen. Ihr Unternehmen reichte am 24. April 2023 drei Markenanmeldungen ein, die sich auf spezifische Elemente ihrer öffentlichen Persona konzentrieren. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer Zunahme KI-generierter Fälschungen, die ihr Abbilder ohne Erlaubnis verwenden.
Die Anmeldungen wurden von TAS Rights Management, der für Swift zuständigen Abteilung für geistiges Eigentum, eingereicht und erstmals vom Anwalt Josh Gerben dokumentiert. Zwei der Anträge betreffen Klangmarken: die Phrasen "Hey, it's Taylor" und "Hey, it's Taylor Swift" in ihrer Stimme. Ein dritter Antrag schützt eine Bildmarke – ein Foto von Swift, wie sie eine pinke Gitarre hält, ein mehrfarbiges, schillerndes Bodysuit trägt und auf einer pinken Bühne steht.
Traditionell schützen Markenrechte nicht das allgemeine Erscheinungsbild oder die Stimme einer Person. Doch Swifts Anmeldungen zielen darauf ab, zusätzliche rechtliche Schutzmechanismen gegen KI-generierte Inhalte zu schaffen, die ihre Identität missbrauchen. Ihr Abbilder wurden bereits in unautorisierten KI-Fälschungen verwendet, darunter Metas Chatbots und explizite Deepfake-Bilder.
Diese Strategie spiegelt einen breiteren Trend in der Unterhaltungsbranche wider. 2025 sicherten Anwälte des Schauspielers Matthew McConaughey ähnliche Markenrechte für seinen Namen und seine Stimme. Der Ansatz ist zwar in KI-Fällen noch nicht vor Gericht getestet, könnte Künstlern aber eine neue Möglichkeit bieten, ihre Rechte zu verteidigen. Auch Disney ging im Dezember 2025 gegen Google vor und schickte eine Abmahnung wegen der angeblichen Nachahmung markenrechtlich geschützter Figuren durch die KI-Plattform Gemini.
Swifts Markenanmeldungen unterstreichen die wachsenden Bedenken der Unterhaltungsindustrie hinsichtlich des KI-Missbrauchs. Sollte der Schritt erfolgreich sein, könnte er einen Präzedenzfall für den Schutz von Stimmen und Bildern von Künstlern vor unberechtigter digitaler Reproduktion schaffen. Das rechtliche Ergebnis könnte beeinflussen, wie andere Persönlichkeiten in Zukunft ihre Rechte verteidigen.






