Tanktourismus boomt: Warum Deutsche in Österreich günstiger spritzen
Lukas LehmannTanktourismus boomt: Warum Deutsche in Österreich günstiger spritzen
Immer mehr deutsche Autofahrer tanken in Österreich – um den hohen Spritpreisen zu entgehen
Die Zahl der Deutschen, die wegen der hohen Kraftstoffkosten in der Heimat nach Österreich fahren, steigt deutlich an. Der Anstieg des sogenannten Tanktourismus folgt auf einen starken Preisanstieg bei Benzin – manche Autofahrer werden dabei an der Grenze von Zollbeamten kontrolliert. Besonders in lokalen Online-Communities wird das Thema intensiv diskutiert.
Der Trend wurde im März 2026 noch deutlicher, als die Spannungen im Nahen Osten und der Iran-Konflikt die Spritpreise weiter in die Höhe trieben. Grenznahe Tankstellen in Bayern, etwa zwischen Lindau und Vorarlberg, verzeichneten einen spürbaren Anstieg deutscher Kennzeichen. Durch das Tanken in österreichischen Orten wie Hörbranz oder Bregenz sparen Autofahrer bis zu 25 Cent pro Liter.
Erst kürzlich berichtete ein Facebook-Nutzer, dass Zollbeamte in Neuhaus bei Autos den Tankstand überprüft hätten. Der Beitrag löste in der lokalen Gruppe Wir Lindenberger…The Original eine Debatte aus: Einige Anwohner hinterfragten die Prioritäten der Behörden. In den Kommentaren hieß es, man solle lieber gegen illegale Migration vorgehen statt Kraftstoffkäufe zu überwachen.
Offizielle Zahlen, wie viele Deutsche mittlerweile die Grenze überqueren, gibt es zwar nicht. Doch die Tankstellen auf österreichischer Seite verzeichnen einen klaren Anstieg an Kunden aus dem Nachbarland.
Die Preisdifferenz zwischen Deutschland und Österreich treibt die Autofahrer weiter über die Grenze. Die Zollkontrollen stoßen bei Anwohnern auf Kritik, die die Maßnahmen für fehlplatziert halten. Solange der Preisunterschied besteht, zeigt sich der Trend unvermindert stark.






