28 June 2026, 02:05

Stadtwerke Mainz erzielen 18,3 Millionen Euro Überschuss trotz MVG-Verlusten und Bauchaos

Stadtwerke Mainz mit 18 Millionen Gewinn - Trotz Milliardenschwerer Herausforderungen

Stadtwerke Mainz erzielen 18,3 Millionen Euro Überschuss trotz MVG-Verlusten und Bauchaos

Stadtwerke Mainz (MSW) verzeichneten für das Jahr 2025 einen Jahresüberschuss von 18,3 Millionen Euro. In dieser Bilanz sind eine 33-Millionen-Euro-Subvention zur Deckung der Verluste der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) sowie Zahlungen an die Stadt bereits berücksichtigt. Die MVG beförderte im selben Zeitraum 56 Millionen Fahrgäste – ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, der auf anhaltende Bauarbeiten und Ersatzbusse zurückzuführen ist.

Die finanzielle Stabilität der MSW zeigt sich unter anderem in einer Eigenkapitalquote von 41,9 Prozent, die deutlich über dem Branchendurchschnitt liegt. Zudem setzt das Unternehmen weiterhin auf erneuerbare Energien: Allein 2025 erzeugten die eigenen Anlagen genug Strom, um etwa 180.000 Haushalte zu versorgen.

Die Tochtergesellschaft Mainz Netze GmbH verwaltet zentrale Infrastruktur in der Region. Ihr Stromnetz beliefert rund 550.000 Einwohner, das Trinkwassernetz versorgt 272.000 Menschen in Mainz und dem westlichen Rhein-Main-Gebiet. Das Gasnetz erstreckt sich über acht Kommunen mit etwa 39.800 Anschlüssen. Darüber hinaus ist das Unternehmen für rund 26.500 Straßenlaternen in Mainz und den AKK-Stadtteilen zuständig.

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Gemischte Bilanz bei Verkehr und städtischen Dienstleistungen Die MVG modernisiert ihre Flotte mit 22 neuen Straßenbahnen, 42 Dieselbussen und 23 E-Bussen. Rückschläge gab es hingegen beim Umbau des Taubertsbergbads: Nach der Insolvenz des Generalunternehmers verzögert sich die Wiedereröffnung, die nun ab Sommer 2026 schrittweise erfolgen soll.

Fazit: Solide Finanzen trotz Herausforderungen Die Zahlen für 2025 belegen die stabile wirtschaftliche Lage der MSW – trotz Belastungen im Verkehrssektor und bei der Infrastruktur. Die Subventionen für die MVG sowie Investitionen in erneuerbare Energien und die Flottenerneuerung unterstreichen die Bemühungen um serviceorientierte Verbesserungen. Die verzögerte Bad-Wiedereröffnung und der Fahrgastrückgang zeigen jedoch, wie externe Störfaktoren den Stadtbetrieb beeinträchtigen.

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