20 June 2026, 12:04

Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen den Arbeitskräftemangel

Eine wachsende Zahl von Unternehmen in Sachsen-Anhalt setzt auf internationale Mitarbeiter - fast 9 % aller Beschäftigten kommen nicht aus Deutschland

Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen den Arbeitskräftemangel

Ausländische Beschäftigung in Sachsen-Anhalt wächst rasant

In Sachsen-Anhalt hat die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte in den vergangenen zehn Jahren stark zugenommen. Die Region verzeichnet damit im Osten Deutschlands den stärksten Anstieg internationaler Beschäftigter – zwischen 2020 und 2025 stieg ihre Zahl um 43 Prozent. Mittlerweile kommt fast jeder zehnte Arbeitnehmer im Land aus dem Ausland.

Die Zahl der ausländischen Beschäftigten in Sachsen-Anhalt hat sich im letzten Jahrzehnt sogar vervierfacht. Allein zwischen Juni 2024 und Juni 2025 stieg die Zahl der ausländischen Arbeitnehmer um 5.560, während die der deutschen Beschäftigten um 10.530 sank. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der Unternehmen, die internationale Fachkräfte beschäftigen, seit 2015 verdoppelt.

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Aktuell stellt jedes vierte Unternehmen in der Region ausländische Arbeitskräfte ein. Größere Betriebe tun dies häufiger, doch fast drei Viertel der Firmen verzichten nach wie vor auf internationale Belegschaften. Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, sieht in der Zuwanderung einen entscheidenden Faktor. Sie helfe, den Fachkräftemangel zu mildern, der durch den demografischen Wandel entstanden sei.

Mittlerweile machen ausländische Beschäftigte fast 9 Prozent der Erwerbstätigen in Sachsen-Anhalt aus. Das Wachstum bei internationalen Arbeitskräften übertrifft hier andere ostdeutsche Regionen. Experten gehen davon aus, dass dieser Trend den lokalen Arbeitsmarkt auch künftig prägen wird.

Quelle