17 April 2026, 14:12

"Richi"-Meme führt zu Rechtsstreit zwischen Influencer Zeki und Familie Schönbächler

Comedian in a black suit and white shirt with slicked-back hair holding a microphone, standing confidently in front of a wall.

"Richi"-Meme führt zu Rechtsstreit zwischen Influencer Zeki und Familie Schönbächler

Der virale Spruch "Richi", durch den Schweizer TV-Moderator Hermann Schönbächler berühmt geworden, hat zu einem Rechtsstreit geführt. Die Familie Schönbächler fordert den Influencer Zeki auf, das Meme nicht länger in seinen Comedy-Soundboxen zu verwenden. Mehrere E-Commerce-Plattformen haben entsprechende Merchandise-Artikel bereits aus dem Sortiment genommen.

Der Ausruf "Richi" entwickelte sich nach einem TV-Auftritt Schönbächlers zum landesweiten Running Gag. Der Schweizer Influencer Zeki baute die Zeile später in seine beliebten Soundboxen ein und machte daraus ein kommerzielles Produkt. Die Familie Schönbächler hatte der Nutzung jedoch nie zugestimmt und erhielt auch keine finanziellen Mittel aus den Verkäufen.

Die Familie wandte sich öffentlich an die Öffentlichkeit und bat um ein Ende des Hypes – mit der Bitte um Respekt und Privatsphäre für ihre Kinder. Zudem kontaktierte sie Zeki direkt und forderte ihn auf, das Meme aus seinen Produkten zu entfernen. Dieser bestätigte daraufhin, dass die neueste Version seiner Soundbox den "Richi"-Spruch nicht mehr enthält und nun den rechtlichen Vorgaben entspricht.

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Trotzdem verkauft Zeki weiterhin seine Restbestände der alten Soundboxen. Große Händler wie Galaxus und Brack haben unterdessen Fan-Artikel rund um den Kultspruch aus ihrem Angebot genommen. Galaxus führt jedoch die überarbeitete Version der Soundbox weiter – in der Annahme, dass Zekis Firma Swissmeme über die notwendigen Rechte verfügt.

Zeki signalisierte Bereitschaft für eine mögliche künftige Zusammenarbeit mit der Familie Schönbächler. Für diese steht jedoch vor allem der Schutz ihrer Privatsphäre im Vordergrund – sowie die Gewährleistung, dass das Meme nicht länger ohne ihre Zustimmung vermarktet wird.

Der Fall wirft grundsätzliche juristische und ethische Fragen zum Umgang mit viralem Content und dessen kommerzieller Verwertung auf. Zekis aktualisierte Soundboxen enthalten den "Richi"-Spruch nicht mehr, und Händler haben ihre Angebote angepasst. Im Mittelpunkt der weiteren Entwicklung bleibt jedoch der Appell der Familie Schönbächler nach Privatsphäre und Respekt.**

Quelle