08 May 2026, 00:14

Rheinmetall verzeichnet Rekordauftragsbestand trotz Quartalsrückschlägen

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Rheinmetall verzeichnet Rekordauftragsbestand trotz Quartalsrückschlägen

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall verzeichnet ein kräftiges Wachstum bei seinem Auftragsbestand, der mit 73 Milliarden Euro einen Anstieg von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht hat. Gleichzeitig baut das Unternehmen seine globalen Partnerschaften aus – mit neuen Raketenprojekten und möglichen Werftübernahmen in der Pipeline.

Trotz solider Umsatz- und Ertragssteigerungen blieben die Zahlen für das erste Quartal jedoch leicht hinter den Markterwartungen zurück. Der Umsatz von Rheinmetall stieg im ersten Quartal um 8 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro kletterte. Beide Kennziffern verfehlten jedoch die Prognosen der Analysten – um 330 Millionen Euro bzw. 38 Millionen Euro. Konzernchef Armin Papperger führte Verzögerungen bei den Verhandlungen mit Lockheed Martin über Raketenproduktionsstätten als Grund für den langsameren als erwarteten Fortschritt an.

Das Unternehmen treibt indes neue Kooperationen voran, darunter eine Raketenpartnerschaft mit Raytheon sowie ein Marsflugkörper-Projekt mit dem niederländischen Unternehmen Destinus. Die Produktion dieser Waffen soll voraussichtlich Ende 2026 oder Anfang 2027 anlaufen. Zudem verhandelt Rheinmetall mit mehreren Ländern im Nahen Osten über die Lieferung von bis zu zehn Luftabwehrsystemen im Jahr 2025.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Expansion im Bereich Marinesysteme. Rheinmetall hat ein vorläufiges Angebot für die German Naval Yards Kiel abgegeben und prüft eine mögliche Beteiligung an der rumänischen Werft Mangalia. Zudem rechnet das Unternehmen im zweiten Quartal mit Großaufträgen für Marinesysteme und Militärfahrzeuge.

Trotz der kurzfristigen Rückschläge hält Rheinmetall an seiner Prognose für das Gesamtjahr 2026 fest. Der Konzern erwartet einen Umsatz zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro bei einer stabilen operativen Marge von rund 19 Prozent. Der deutlich gewachsene Auftragsbestand spiegelt die starke Nachfrage nach den Verteidigungssystemen des Unternehmens wider. Rheinmetall baut seine Produktionskapazitäten weiter aus und stärkt seine internationalen Partnerschaften – mit großen Aufträgen, die in den kommenden Monaten erwartet werden.

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Auch wenn die Ergebnisse des ersten Quartals hinter den Erwartungen zurückblieben, zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, seine langfristigen Finanzziele zu erreichen.

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