Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Luisa LangeRheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte an Investmentfirma AEQUITA für vorläufig 350 Millionen Euro
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit der Investmentfirma AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Der Schritt markiert eine bedeutende strategische Neuausrichtung des Unternehmens, das sich künftig stärker auf sein Kerngeschäft im Verteidigungsbereich konzentrieren will. Die Transaktion soll im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der notwendigen behördlichen Genehmigungen und finaler Anpassungen.
Zur verkauften Sparte gehören die bekannten Marken Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice. Im vergangenen Jahr erzielte der Bereich einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro und beschäftigte etwa 6.250 Mitarbeiter. AEQUITA bestätigte, dass alle Arbeitsplätze erhalten bleiben und die Geschäfte unter den bestehenden Markennamen weitergeführt werden.
Drei deutsche Standorte, die mit dem Joint Venture KS Huayu AluTech verbunden sind, sind nicht Teil des Verkaufs. Sie verbleiben stattdessen bei Rheinmetall als gemeinsames Unternehmen. Die spanische Niederlassung von Pierburg S.A. in Abadiano wird hingegen für eine Übergangsphase als hybrider Standort betrieben, bevor sie vollständig auf die Rüstungsproduktion umgestellt wird.
Zudem behält Rheinmetall das Unternehmen Dermalog SensorTec, das künftig in die Sparte Waffe und Munition integriert wird. Nach Abschluss der Übernahme wird AEQUITA im Automobilsegment einen Umsatz von etwa 5 Milliarden Euro erzielen.
Der Verkauf unterstreicht Rheinmetalls strategische Entscheidung, sich auf verteidigungsrelevante Aktivitäten zu fokussieren. AEQUITA übernimmt die zivile Sparte und sichert dabei alle Arbeitsplätze sowie den Fortbestand der bestehenden Geschäftsbereiche. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe und wird voraussichtlich bis Ende 2026 vollzogen.






