20 April 2026, 14:14

Rheinische Post will westfälische Zeitungen übernehmen – und wird NRW-Marktführer

Schwarze Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939, betitelt "Weitpreubliche Zeitung", mit einer Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Tracht in einer feierlichen Umgebung.

Rheinische Post will westfälische Zeitungen übernehmen – und wird NRW-Marktführer

Die Rheinische Post hat Pläne bekannt gegeben, eine Gruppe westfälischer Zeitungen zu übernehmen. Der Anfang März angekündigte Deal umfasst sowohl Print- als auch Digitalaktivitäten. Sollte er genehmigt werden, entsteht damit die nach Auflage größte Tageszeitungsgruppe in Nordrhein-Westfalen.

Die geplante Übernahme folgt einem wachsenden Trend in der Medienbranche: Immer mehr Verlage schließen sich zu größeren Konzernen zusammen. Durch diesen Schritt würde die Rheinische Post ihre Reichweite deutlich ausbauen.

Die Wettbewerbsbehörde, das Bundeskartellamt, wird den Deal prüfen – allerdings mit klaren Grenzen. Die Behörde darf nur untersuchen, wie sich die Fusion auf Leserzahlen und Werbemärkte auswirkt. Eine Bewertung der Folgen für die journalistische Vielfalt oder das Meinungsspektrum der Leser ist gesetzlich ausgeschlossen.

Falls die Übernahme vollzogen wird, würde die Rheinische Post den Tageszeitungsmarkt in Nordrhein-Westfalen dominieren. Die Entscheidung basiert allein auf kartellrechtlichen Kriterien, nicht auf medienpolitischen Erwägungen. Das Ergebnis könnte die Presselandschaft der Region in den kommenden Jahren grundlegend verändern.

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