Revolutionäres Ladesystem für Elektro-Lkw: Wie Truck Charging die Logistik verändert
Maximilian KrauseRevolutionäres Ladesystem für Elektro-Lkw: Wie Truck Charging die Logistik verändert
Ein neues digitales System für das Laden von Elektro-Lkw wurde von EntrepreneurTUM unter dem Projektnamen Truck Charging entwickelt. Unter der Leitung von Maximilian Ritz vereint die Initiative wichtige Partner aus dem Bereich der Ladeinfrastruktur für Elektro-Lkw. Die Lösung soll veraltete manuelle Planungsmethoden durch einen effizienten, interoperablen Ansatz ersetzen.
Das Projekt zielte auf die Schwachstellen der aktuellen Ladeprozesse ab, bei denen Logistikteams oft auf Excel-Tabellen für die Terminplanung zurückgreifen. Das neu entwickelte System integriert Routenplanung, Ladereservierungen und Echtzeitkoordination für öffentliche sowie betriebsinterne Ladestationen.
Im Kern verbindet die Technologie Fahrzeuge, Ladestationen und Energiesysteme über offene, standardisierte Schnittstellen. Plattformen von FRYTE und E.ON sorgten für eine nahtlose Kommunikation zwischen verschiedenen Netzen. Disponenten können nun den Ladebedarf im Voraus planen und verbindliche Reservierungen für bestimmte Zeitfenster vornehmen.
Ein Live-Pilotprojekt im Februar 2026 demonstrierte die Wirksamkeit des Systems. Der Test umfasste eine 300-Kilometer-Fahrt mit Stopps an mehreren Ladestationen und bewies so seine Zuverlässigkeit unter realen Bedingungen. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Pilotprojekts ist die Grundlage für die nächste Phase gelegt: den Aufbau eines skalierbaren, interoperablen Depot-Ökosystems.
In Zukunft wird das Team untersuchen, wie das System Flexibilität auf den Energiemärkten bieten kann. Zudem sind Geschäftsmodelle geplant, die die Technologie für eine breitere Branchenakzeptanz wirtschaftlich tragfähig machen sollen.
Das Truck Charging-Projekt hat ein funktionsfähiges digitales Reservierungssystem für Elektro-Lkw-Flotten entwickelt. Der Erfolg der Live-Tests ebnet den Weg für eine flächendeckende Einführung in der Frachtlogistik. Die nächsten Schritte konzentrieren sich auf die Marktreife und den Ausbau des Ökosystems für klimafreundliche Transportlösungen.






