13 April 2026, 04:07

Reform der Regionalliga spaltet Vereine: Vier-Ligen-Modell oder Kompasslösung?

Alte Deutschlandkarte auf Papier, zeigt die Provinzen Bayern, Baden-Württemberg und Baden mit detaillierten regionalen Text.

Reform der Regionalliga spaltet Vereine: Vier-Ligen-Modell oder Kompasslösung?

Streit um Reform der Regionalliga: Vier-Ligen-Modell entzweit Vereine und Funktionäre

Ein Vorschlag zur Reform des deutschen Regionalliga-Systems hat eine hitzige Debatte unter Vereinen und Verantwortlichen ausgelöst. Eine Arbeitsgruppe sprach sich für eine Struktur mit vier Staffeln aus, die allen Regionalliga-Meistern den Aufstieg garantieren soll. Doch ein alternatives regionales Modell stößt auf scharfe Kritik. Viele Vereine befürworten stattdessen das sogenannte Kompassmodell, das die Ligen jährlich nach Reiseentfernungen neu ordnen würde.

Die 13-köpfige Arbeitsgruppe zur Regionalliga-Reform einigte sich einstimmig auf ein System, das jedem Regionalliga-Sieger den Aufstieg in die 3. Liga ermöglichen soll. Doch ihr alternatives Regionalmodell – die Zusammenlegung der Staffeln Nord, Nordost und Bayern zu zwei Ligen, während West und Südwest unverändert bleiben – sorgt für Widerstand.

Daniel Meyer, Sportdirektor des Halleschen FC, nannte den Regionalvorschlag einen "schlechten Witz" und warf den Verbänden "besorgniserregende Fehleinschätzungen" vor. Hermann Winkler, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV), bezeichnete das Modell als "völlig realitätsfremd" und warnte, es bestrafe Vereine für ihre Kritik. Er argumentierte, der Plan würde den NOFV faktisch auflösen und machte das Kompassmodell zur faireren Alternative.

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Tommy Haeder, Sprecher der Kampagne "Aufstiegsreform 2025", bezeichnete das Regionalmodell als politischen Schachzug, der den deutschen Fußball spalten werde. Unterdessen verteidigte Toni Wachsmuth, Geschäftsführer des 1. FC Lokomotive Leipzig, die Regionalliga Nordost als die wettbewerbsintensivste mit traditionellen Vereinen und den höchsten Zuschauerzahlen. Rund 70 Vereine der Reforminitiative unterstützen das Kompassmodell, das die Ligeneinteilung jährlich anpasst, um Reisezeiten zu minimieren.

Der Streit offenbart tiefe Gräben über die Zukunft der Regionalliga. Befürworter des Kompassmodells betonen, es fördere Chancengleichheit und reduziere Reisebelastungen. Doch der Regionalvorschlag der Arbeitsgruppe bleibt umstritten – Kritiker warnen, er könnte die Ligastruktur destabilisieren.

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