05 May 2026, 14:12

Protestwelle in Halle: Kampfsportschule mit Rechtsextremismus-Verdacht in der Kritik

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ein Gebäude mit Fenstern, Bögen, Säulen und Skulpturen.

Protestwelle in Halle: Kampfsportschule mit Rechtsextremismus-Verdacht in der Kritik

Proteste in Halle gegen Kampfsportschule mit mutmaßlichen Rechtsextremismus-Verbindungen

Am vergangenen Wochenende fand in Halle eine Demonstration gegen die Gladiator Fight Academy statt, eine Kampfsportschule, der vorgeworfen wird, Verbindungen zur rechtsextremen Szene zu unterhalten. Die Teilnehmer versammelten sich vor dem Hauptbahnhofs der Stadt und forderten die Schließung des Studios, das angeblich als Rekrutierungszentrum für rechtsextreme Netzwerke dient.

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Die Kundgebung fiel zeitlich mit der Premiere der Gladiator Fight Series zusammen, einer Veranstaltung der Gym-Betreiber. Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten auf etwa 170, während die Organisatoren von 300 Teilnehmern sprachen. Mit Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen!“ forderten die Protestierenden die sofortige Schließung der Kampfsportschule.

Die Gladiator Fight Academy steht seit Langem in der Kritik, Gewalt und Diskriminierung zu dulden. Zu den zentralen Figuren zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer der rechtsextremen Gruppe Jungsturm Erfurt. Ein weiterer Name, der mit dem Studio in Verbindung gebracht wird, ist Christopher Henze, der angeblich Kontakte zur Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig pflegt.

An der Kampfveranstaltung nahmen auch AfD-Kandidaten teil, darunter Paul Backmund, Fabian Jank und Benedikt Weiß. Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer der Kampfsportschule, tritt selbst bei den Events an und ist Anhänger von Energie Cottbus – ein Verein, der ebenfalls mit rechtsextremen Vorfällen in Verbindung gebracht wird.

Die Proteste unterstreichen die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Rolle des Studios als Knotenpunkt rechtsextremer Vernetzung. Die Behörden haben auf die Forderungen nach einer Schließung bisher nicht reagiert, doch die Demonstration zeigt den zunehmenden öffentlichen Druck. Die Anwesenheit von Politikern und Personen mit extremistischen Bezügen bei der Veranstaltung hat die Kontroverse weiter angeheizt.

Quelle