Prien will frühkindliche Bildung reformieren – mit Sprachtests und Bildschirmzeit-Limits
Luisa LangePrien will frühkindliche Bildung reformieren – mit Sprachtests und Bildschirmzeit-Limits
Bundesfamilienministerin Karin Prien hat neue Maßnahmen vorgeschlagen, um die frühkindliche Bildung zu verbessern. Ihr Konzept konzentriert sich auf grundlegende Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen, setzt sich aber auch mit der Bildschirmzeit von Kleinkindern auseinander. Prien arbeitet mit den Landesregierungen zusammen, um die schlechten Ergebnisse aktueller Bildungsstudien zu überwinden.
Ein zentraler Punkt ist die Einführung verbindlicher Sprach- und Entwicklungsstandsanalysen für Kinder um ihren vierten Geburtstag. Diese Tests sollen frühzeitig Förderbedarf aufdecken – insbesondere bei Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf im Jahr vor der Einschulung.
Zudem schlägt Prien gesetzliche Obergrenzen für die Bildschirmzeit von Kleinkindern vor. Kinder unter drei Jahren sollten ihrer Meinung nach gänzlich auf digitale Geräte verzichten. Gleichzeitig appelliert sie an Eltern, sich stärker bewusst zu machen, wie ihr eigenes Verhalten die Entwicklung ihrer Kinder prägt.
Um Fortschritte zu messen, will Prien regelmäßig Leistungsdaten erheben. Eine bundesweite Verpflichtung zu verpflichtenden Kita-Plätzen lehnt sie jedoch ab. Stattdessen setzt sie auf die Zusammenarbeit mit den Ländern, um die Standards nach den enttäuschenden Ergebnissen der IQB-Bildungstrendstudie zu heben.
Die geplanten Reformen zielen darauf ab, die frühkindliche Bildung durch die Stärkung von Basiskompetenzen und die Reduzierung von Bildschirmzeit zu verbessern. Priens Ansatz kombiniert regelmäßige Überprüfungen, Elternberatung und datengestützte Qualitätssteigerungen. Der Erfolg hängt dabei von der Kooperation zwischen Bund und Ländern ab.






