25 April 2026, 02:06

Philipp Amthor fordert CDU zum feministischen Kurswechsel auf

Schwarzes und weißes Foto einer vielfältigen Gruppe von Frauen, mit einer sitzenden in der Mitte, und dem Text "Die Frauenwahlrechtsbewegung" unten.

Philipp Amthor fordert CDU zum feministischen Kurswechsel auf

Philipp Amthor, Politiker der CDU, hat seine Partei aufgefordert, in der Feminismusdebatte eine klarere Position zu beziehen. Er warnte davor, dass Gleichberechtigung nicht allein linken Gruppen überlassen werden dürfe. Seine Forderung kommt zu einer Zeit, in der die Diskussionen über Frauenrechte und politische Repräsentation in Deutschland weiter an Fahrt aufnehmen.

Amthor vertritt seit Langem ambivalente Standpunkte zu feministischen Forderungen. 2023 setzte er sich etwa für ein Verbot geschlechtergerechter Sprache in Behörden ein. Zudem lehnte er zentrale feministische Anliegen ab, darunter die Beibehaltung der aktuellen Abtreibungsregelungen sowie die verbindliche paritätische Besetzung von Parteikandidatenlisten.

Nun jedoch plädiert er dafür, dass die CDU sich aktiv für den gesellschaftlichen Fortschritt in Sachen Gleichstellung einsetzen müsse. Er sieht die bereits erreichten Fortschritte durch die rechtspopulistische AfD gefährdet. Amthor betont, dass Frauen häufiger ungerechtfertigten Bewertungen ausgesetzt seien – etwa wenn ihr Äußeres ihre Argumente überlagere, ein Problem, das Männer seiner Meinung nach kaum kennen.

Er forderte mehr Bewusstsein für diese Ungleichbehandlung und rief Männer auf, sich stärker für Gleichberechtigung einzusetzen. Seine Äußerungen deuten auf einen strategischen Kurswechsel hin: Die CDU soll sich als Beschützerin von Frauenrechten gegen rechtsextreme Angriffe positionieren.

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Amthors Aussagen markieren einen neuen Vorstoß innerhalb der CDU, sich intensiver mit feministischen Themen auseinanderzusetzen. Zwar steht seine Haltung im Widerspruch zu früheren Positionen, passt aber in eine breitere Strategie, dem Einfluss der Rechten entgegenzuwirken. Angesichts der zunehmenden politischen Polarisierung dürfte die Debatte über Gleichstellung in der Partei weiter an Brisanz gewinnen.

Quelle