11 April 2026, 00:10

Ostdeutsche Chemieindustrie kämpft im dritten Krisenjahr um Überleben

Schwarz-weiß-Zeichnung einer Fabrik mit rauchenden Schornsteinen, umgeben von Gebäuden, Grünflächen, Pfählen und Bahnschienen, beschriftet mit "1892 - die Fabrik des Eisenerzes" unten.

Ostdeutsche Chemieindustrie kämpft im dritten Krisenjahr um Überleben

Ostdeutschlands Chemieindustrie steckt im dritten Jahr in Folge in der Krise. Der Umsatz für 2025 belief sich auf rund 28,5 Milliarden Euro, doch die Produktion ging um etwa drei Prozent zurück. Die Unternehmen kämpfen mit hohen Kosten, schwacher Nachfrage und wachsendem internationalen Wettbewerb.

Seit 2023 steht der Sektor unter Druck: Die Auslastung der Kapazitäten liegt im Schnitt bei nur 72 Prozent. Hohe Energie- und Rohstoffpreise sowie strenge Regulierungen belasten die Gewinne. Geopolitische Spannungen, etwa der Nahostkonflikt, verschärfen die Lage zusätzlich.

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Die Arbeitsplatzverluste nehmen zu, obwohl die Branche noch rund 63.000 Menschen beschäftigt. Weniger als zehn Prozent der Unternehmen rechnen kurzfristig mit einer Besserung. Die mögliche Rettung des Domo-Werks in Leuna gilt als eines der wenigen positiven Signale für die gebeutelte Region.

Analysten warnen, dass die kommenden Monate entscheidend sein werden. Ohne eine Trendwende drohen weitere Rückgänge bei Produktion und Beschäftigung. Die Chemieindustrie in Ostdeutschland bleibt in einem labilen Zustand. Geringe Kapazitätsauslastung, Stellenabbau und schwache Zuversicht deuten darauf hin, dass die Krise noch lange nicht überstanden ist. Der Ausgang von Initiativen wie der Domo-Rettung könnte die nahen Zukunft des Sektors prägen.

Quelle