Offenbachs neuer OB-Kandidat will Wirtschaftswende und bezahlbares Wohnen durchsetzen
Maximilian KrauseOffenbachs neuer OB-Kandidat will Wirtschaftswende und bezahlbares Wohnen durchsetzen
Am 17. September 2023 wählt Offenbach am Main einen neuen Oberbürgermeister. Ein Kandidat wirbt mit dem Versprechen, den langjährigen wirtschaftlichen Niedergang der Stadt umzukehren und nachhaltige Verbesserungen zu schaffen. Zu seinen Plänen gehören die Schaffung neuer Arbeitsplätze, die Belebung der Innenstadt sowie Maßnahmen gegen den Wohnungsmangel – verbunden mit einer stärkeren Ausrichtung auf umweltfreundliche Politik.
Der Bewerber hat bereits Vereinbarungen mit zwei global agierenden Großunternehmen getroffen, die am ehemaligen Höchst-Industriegelände ansässig werden sollen. Durch diese Investitionen könnten über 2.000 Arbeitsplätze entstehen, doch Stand 12. März 2026 hat noch keines der Unternehmen die Produktion in Offenbach selbst aufgenommen. Aus verfügbaren Unterlagen geht hervor, dass der Start für spät 2026 oder später geplant ist; einige Betriebsstätten könnten stattdessen im benachbarten Rödermark entstehen.
Um die Wohnkosten zu senken, will der Kandidat durchsetzen, dass private Projektentwickler in größeren Vorhaben geförderten Wohnraum einplanen müssen. Zudem soll der städtische Wohnungsbau wiederbelebt und klimafreundliche Bauweisen gefördert werden. Für die Innenstadt sind Modernisierungen der Stadtbibliothek, die Schaffung von Grünflächen sowie die Ansiedlung hochwertiger Unternehmen vorgesehen. Lokale Händler sollen durch Initiativen wie das Gutscheinprogramm "Offenbachs großes Herz" unterstützt werden.
Auch der ÖPNV und die Mobilität stehen im Fokus. Geplant sind der Bau eines Fernbahntunnels, der Ausbau des Busnetzes, die Verbesserung der Radwegsicherheit und die Instandhaltung der Gehwege. Beim Klimaschutz setzt der Kandidat auf den Ausbau der Fernwärme, die Installation von Solaranlagen auf kommunalen Gebäuden sowie die Förderung der Windkraft durch die EVO – parallel dazu sollen Vorbereitungen für die Wasserstoffenergie getroffen werden.
Weitere Schwerpunkte für die kommenden sechs Jahre sind die Sanierung von Schulen und Kitas, die Digitalisierung der Stadtverwaltung sowie höhere Investitionen in Sport und Kultur. Als Beleg für seine Umsetzungsfähigkeit verweist der Kandidat auf seine Erfahrungen in Krisenzeiten wie der Pandemie.
Die Wahl wird entscheiden, ob die Vision für Offenbach Realität wird. Bei einem Erfolg würden seine Politikansätze Wohnen, Verkehr und Wirtschaft in den nächsten sechs Jahren prägen. Die erste Bewährungsprobe für seine Arbeitsplatzversprechen hängt jedoch davon ab, wann die neu angesiedelten Unternehmen ihre Produktion aufnehmen.