05 May 2026, 08:07

Offenbachs Kampf gegen Wassermangel trotz Regen: Warum die Grundwasserstände sinken

Ein Plakat, das eine US-Dürremonitorkarte vom 10. Januar 2023 mit begleitendem Text und Logos zeigt.

Offenbachs Kampf gegen Wassermangel trotz Regen: Warum die Grundwasserstände sinken

Offenbach kämpft trotz starker Regenfälle mit anhaltendem Wassermangel

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Trotz überdurchschnittlicher Niederschläge zu Beginn des Jahres leidet Offenbach weiterhin unter Wasserknappheit. Die Grundwasserstände in der Stadt bleiben kritisch niedrig, weshalb die Behörden verschärfte Sparmaßnahmen erlassen haben. Seit Mai gilt die „gelbe“ Warnstufe im sogenannten Wasserampelsystem, die die Bürgerinnen und Bürger zum sparsamen Umgang mit der Ressource verpflichtet.

Die Stadt bezieht ihr gesamtes Trinkwasser aus Grundwasserquellen. Zwar brachten März und April mehr Regen als üblich, doch die Reserven haben sich nicht ausreichend erholt. Die trockene Phase im Mai – mit 15 Prozent weniger Niederschlag als im Durchschnitt – verschärfte die Lage zusätzlich.

Um die Krise einzudämmen, hat Offenbach eine Notverordnung zum Wassersparen erlassen. In der aktuellen „gelben“ Warnstufe ist das Bewässern von Rasenflächen verboten, Gärten dürfen nur noch zweimal pro Woche gegossen werden. Verschlechtern sich die Bedingungen weiter, droht die Höchststufe „rot“, die noch strengere Einschränkungen mit sich bringt, um die grundlegende Versorgung zu sichern.

Langfristig setzt die Stadt auf nachhaltige Lösungen: Seit Juli 2022 regelt eine neue Satzung, wie Regenwasser von Dächern und begrünten Parkflächen genutzt werden muss. Zudem treibt Offenbach den Klimaplan 2035 und das Konzept der „Schwammstadt“ voran, um die Grundwasserneubildung zu verbessern. Doch das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) prognostiziert, dass die Grundwasserstände im Laufe des Jahres weiter sinken werden.

Ziel der Maßnahmen ist es, eine akute Wasserkrise in Offenbach abzuwenden. Die Bevölkerung ist aufgefordert, die aktuellen Vorschriften einzuhalten, um weitere Engpässe zu vermeiden. Da die Wettervorhersagen keine Besserung in Aussicht stellen, wird die Stadt die Wasserstände weiterhin genau beobachten und die Gegenmaßnahmen bei Bedarf anpassen.

Quelle