Neue Arbeitsschutzregeln: Wie moderne Schutzkleidung vor extremer Hitze schützt
Emilia SchmittNeue Arbeitsschutzregeln: Wie moderne Schutzkleidung vor extremer Hitze schützt
Neue Arbeitsschutzregeln erweitern die Bedeutung von Schutzkleidung bei extremer Hitze
Angesichts zunehmender Hitzebelastung am Arbeitsplatz gewinnen aktualisierte Sicherheitsvorschriften an Bedeutung: Die überarbeitete Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A5.1 bewertet Risiken nun anhand von Außentemperaturen, Luftfeuchtigkeit, Windverhältnissen und körperlichen Anforderungen – nicht mehr nur auf Basis von Innenraumbedingungen. Immer mehr Arbeitgeber setzen auf hochmoderne Schutzkleidung, um ihre Beschäftigten vor steigenden Temperaturen zu schützen.
Die angepassten ASR-A5.1-Richtlinien erkennen an, dass technische Lösungen wie Beschattung oder Belüftung sowie organisatorische Maßnahmen – etwa flexible Arbeitszeiten oder zusätzliche Pausen – nur begrenzt wirken. Reicht dies nicht aus, wird funktionale Schutzkleidung unverzichtbar. Leichte, hochleistungsfähige Stoffe vereinen heute Langlebigkeit mit dünnen Materialstärken und reduzieren so die Hitzespeicherung. Die Atmungsaktivität wird durch niedrigere R-Werte gemessen, was für bessere Luftzirkulation sorgt.
Innovative Designs optimieren zudem das Hitzemanagement: Belüftungszonen, Netzeinsätze und luftstromoptimierte Schnitte kühlen den Körper effektiv. 3D-Abstandsgewebe schaffen winzige Luftpolster, während hydrophile Beschichtungen Feuchtigkeit von der Haut ableiten. Das Unternehmen Kübler testet derzeit eine zellulosebasierte Beschichtung, die Sonnenlicht reflektiert und die Wärmeabgabe beschleunigt.
Doch Schutzkleidung allein reicht nicht – zum persönlichen Schutz gehören auch Sonnencreme und schattenspendende Accessoires. Arbeitgeber werden aufgefordert, ausreichend Trinkwasser bereitzustellen, Arbeitszeiten anzupassen und Tätigkeiten nach Möglichkeit in kühlere Bereiche zu verlegen.
Die aktualisierten Vorschriften rücken funktionale Arbeitskleidung in den Mittelpunkt der Hitzeschutzstrategien. Da technische und organisatorische Lösungen an ihre Grenzen stoßen, werden hochwertige Stoffe und Beschichtungen zu zentralen Instrumenten des Arbeitsschutzes. Um die neuen Standards zu erfüllen, müssen Arbeitgeber nun ein ganzheitliches Konzept verfolgen – von flexiblen Arbeitsmodellen bis hin zu Hightech-Kleidung.






