Natürliche Infrastruktur: Warum Wälder und Moore jetzt als kritisch gelten müssen
Luisa LangeNatürliche Infrastruktur: Warum Wälder und Moore jetzt als kritisch gelten müssen
Ein neuer Bericht unterstreicht die dringende Notwendigkeit, natürliche Infrastruktur ebenso zu schützen wie herkömmliche Systeme. Darin wird gewarnt, dass Ökosysteme wie Wälder und Seen als lebenswichtige Puffer gegen Extremereignisse wirken. Das Gremium fordert eine rechtliche Anerkennung dieser Gebiete, um den Zivilschutz zu stärken.
Bisher umfasst kritische Infrastruktur vor allem Straßen, Schienen und Energienetze. Der Bericht argumentiert, dass auch natürliche Gebiete wie Moore und Wälder als kritisch eingestuft werden sollten. Diese Ökosysteme bieten essenziellen Schutz vor Hitzewellen, Pandemien und anderen Katastrophen.
Das Gremium empfiehlt eine bundesweite Erfassung der wichtigsten Naturgebiete. Zudem sollten Frühwarnsysteme für die Degradation von Ökosystemen entwickelt werden. In der militärischen Ausbildung solle das Bewusstsein für Umweltrisiken gestärkt werden, während der Nationale Sicherheitsrat den Schutz natürlicher Infrastruktur priorisieren solle.
Um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, fordert der Bericht höhere Investitionen in erneuerbare Energien und den öffentlichen Nahverkehr. Zudem wird ein Umstieg der globalen Energieerzeugung auf Solar- und Windkraft vorgeschlagen – mit wirtschaftlichen und gesundheitlichen Vorteilen. Die Entwicklungspolitik solle sich auf die Stärkung des Ökosystemschutzes konzentrieren, angeführt von lokalen Akteuren.
Der Bericht betont, dass ein Versagen kritischer Infrastruktur zu schweren Versorgungsengpässen führen könnte. Eine rechtliche Anerkennung natürlicher Infrastruktur wird vorgeschlagen, um solche Risiken zu verhindern. Die Stärkung dieser Systeme gilt als entscheidend für langfristige Stabilität und Schutz.
