Müller fordert CDU-AfD-Koalition und erschüttert Baden-Württembergs Politik
Emilia SchmittMüller-Chef ermutigt CDU zu Koalition mit AfD - Müller fordert CDU-AfD-Koalition und erschüttert Baden-Württembergs Politik
Molkeimperator Theo Müller hat sich zur politischen Zukunft Baden-Württembergs geäußert. Seine Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das Land nach der Wahl 2026 eine neue Regierung bilden muss. Zu Müllers Vorschlägen gehört auch eine umstrittene Koalition zwischen CDU und der rechtspopulistischen AfD.
Die politische Landschaft in Baden-Württemberg hat sich nach der Wahl am 8. März verschoben. Die Grünen erreichten 30,2 Prozent der Stimmen (56 Sitze) und lagen damit knapp vor der CDU mit 29,7 Prozent (ebenfalls 56 Sitze). Die AfD folgte mit 18,8 Prozent (35 Sitze), während die SPD nur 5,5 Prozent (10 Sitze) erzielte. Sowohl die FDP als auch Die Linke verfehlten mit jeweils 4,4 Prozent den Einzug in den Landtag.
Die Sondierungsgespräche konzentrierten sich auf die Fortsetzung der schwarz-grünen Koalition, da ein Bündnis aus Grünen und SPD mit zusammen 66 Sitzen die notwendige Mehrheit von 79 Mandaten verfehlte. Die bisherige Regierung, die nach der Wahl 2021 gebildet worden war, hatte sich auf genau diese Partnerschaft gestützt.
Müller, der sich in der Vergangenheit bereits mit der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel traf und sie als "eine Freundin" bezeichnete, schlug nun einen anderen Weg vor. Er riet der CDU davon ab, sich Cem Özdemir von den Grünen "in die zweite Reihe" drängen zu lassen. Stattdessen sprach er sich für eine schwarz-blaue Koalition aus CDU und AfD aus.
Der Molkereimilliardär lobte zudem den AfD-Spitzenkandidaten im Land, Markus Frohnmaier. Seine Aussagen unterstreichen die laufenden Debatten über mögliche Bündnisse in der künftigen Landesregierung.
Müllers Eingreifen verdeutlicht die Unsicherheit über die nächste Regierung Baden-Württembergs. Da Grünen und CDU über gleich viele Sitze verfügen, bleiben die Koalitionsverhandlungen entscheidend. Die Frage, welche Rolle die AfD in einer künftigen Regierung spielen könnte, steht nun im Mittelpunkt der Diskussionen.