07 May 2026, 06:06

Modedesigner löst Shitstorm aus: Jisoo-Vorwurf entfacht Fan-Wut

Plakat einer Frau auf dem Cover von Paris Passion Magazine in einem weißen Kleid mit tiefem Ausschnitt, mit einem sleek Bob, geschlossenen Augen und leicht geöffneten Lippen, mit "Paris Passion" in fetter schwarzer Schrift.

Modedesigner löst Shitstorm aus: Jisoo-Vorwurf entfacht Fan-Wut

Der belgische Modedesigner Benjamin Voortmans hat kürzlich für Aufsehen gesorgt, indem er der K-pop-Star Jisoo von Blackpink vorwarf, geliehene Kleidungsstücke nach einem Fotoshooting nicht zurückgegeben zu haben. Die Aussage löste umgehend heftige Reaktionen ihrer hingebungsvollen Fangemeinde aus, die allein auf Instagram über 80 Millionen Follower zählt.

Voortmans relativierte später, seine ursprüngliche Äußerung habe lediglich eine Provokation sein sollen – keinesfalls habe er die Sängerin persönlich angreifen wollen. Der Streit begann, als Voortmans Jisoo öffentlich nannte und andeutete, sie habe Kleidungsstücke aus dem Shooting behalten. Die Fans reagierten prompt und überhäuften die Social-Media-Kanäle des Designers mit Kritik. Innerhalb weniger Stunden ruderte er zurück und betonte, er bewundere die Künstlerin und verurteile die Hasskommentare, die ihr online entgegengebracht würden.

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Der Vorfall zeigt die enorme Macht von K-pop-Fangemeinden, die sich oft blitzschnell mobilisieren, um ihre Idole zu verteidigen. Laut Susan Kresnicka, Gründerin von KR&I und des Fandom Institute, verfügen diese Communities über beträchtlichen Einfluss und prägen Markenwahrnehmung sowie Konsumverhalten. Studien zufolge empfinden 75 Prozent der Fans die Fankultur als ebenso faszinierend wie die Inhalte selbst – durch parasoziale Beziehungen treiben sie so den Konsum voran.

Voortmans hatte zunächst zugesagt, mit WWD über den Fall zu sprechen, zog seine Zusage später jedoch zurück und erklärte, die Angelegenheit werde privat geklärt. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass kleinere Designer – anders als große Marken – die virale Reichweite solcher Konflikte oft unterschätzen. Unternehmen, die Fangemeinden kommerzialisieren wollen, müssen vorsichtig agieren: Übermäßige Vermarktung oder wahrgenommene Respektlosigkeit können bei loyalen Anhängern vehementen Widerstand auslösen.

Die Auseinandersetzung zwischen Voortmans und Jisoos Fans unterstreicht die Risiken, die mit dem Umgang mit hochgradig schützenden Fangruppen einhergehen. Zwar hat der Designer seine Haltung inzwischen gemildert, doch der Vorfall erinnert daran, wie schnell Kritik im digitalen Zeitalter eskalieren kann. Für Marken und Kreative bedeutet dies: Wer diese Dynamiken navigieren will, braucht sowohl Fingerspitzengefühl als auch Respekt vor der Macht der Fans.

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