Milliardenverluste drohen: Wie Bahn-Chaos die deutsche Industrie lahmlegt
Maximilian KrauseMilliardenverluste drohen: Wie Bahn-Chaos die deutsche Industrie lahmlegt
Deutsche Industrien stehen vor Milliardenverlusten durch anhaltende Güterverkehrsverzögerungen im Netz der Deutschen Bahn. Besonders betroffen sind die Stahl- und Chemieindustrie, wo Produktionsausfälle sich auf zentrale Hersteller ausweiten.
Fast die Hälfte aller Stahltransporte in Deutschland ist auf die Schiene angewiesen. Unternehmen wie Salzgitter und ArcelorMittal haben ihre Produktion bereits wegen der Verspätungen gedrosselt. Auch die Chemieindustrie kämpft mit den Folgen: Lieferengpässe bei Rohstoffen und begrenzte Lagerkapazitäten für Fertigwaren bringen Produktionslinien zum Stillstand.
In der Automobilbranche ist die verfügbare Transportkapazität auf der Schiene gesunken. Viele Hersteller sind auf den Straßenverkehr ausgewichen, um ihre Lieferketten aufrechtzuerhalten. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat die Deutsche Bahn nun aufgefordert, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um den Güterverkehr wieder zuverlässig zu gestalten.
Die Bahnstörungen zwingen ganze Industriezweige zu Produktionskürzungen oder logistischen Umstellungen. Ohne schnelle Besserung wird sich die wirtschaftliche Belastung für Stahl-, Chemie- und Automobilhersteller weiter verschärfen. Der Druck auf die Deutsche Bahn, die Probleme zu lösen, wächst.
