Mieterbund fordert einkommensabhängige Umlage von Modernisierungskosten statt pauschaler Belastung
Lukas LehmannMieterbund fordert einkommensabhängige Umlage von Modernisierungskosten statt pauschaler Belastung
Der Präsident des deutschen Mieterbunds, Axel Gedaschko, fordert eine grundlegende Reform der Umlage von Modernisierungskosten auf Mieter. Er kritisiert, dass das aktuelle System einkommensschwache Haushalte unangemessen belastet. Statt einer pauschalen Verteilung soll die Mieterhöhung nach einer Sanierung künftig vom Einkommen der Mieter abhängen.
Bisher dürfen Vermieter die vollen Modernisierungskosten gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Gedaschko verweist auf das Beispiel einer alleinerziehenden Mutter, die bereits 4,50 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete zahlt. Nach einer Sanierung muss sie laut geltender Regelung denselben Zuschlag tragen wie ein Doppelverdiener-Paar – obwohl ihre finanzielle Belastbarkeit deutlich geringer ist.
Er bezeichnet dies als ungerecht und drängt die Regierungsparteien zu einer zügigen Gesetzesreform. Sein Vorschlag sieht ein gestaffeltes Modell vor, bei dem Besserverdiener einen höheren Anteil der Modernisierungskosten tragen. Ziel ist es, einkommensschwache Mieter zu entlasten, ohne notwendige Investitionen in die Gebäudesubstanz zu gefährden.
Gedaschko betont zudem die Notwendigkeit klimafreundlicher Sanierungen, etwa durch den Einbau energieeffizienter Heizsysteme. Die neue Regelung solle Vermieter ermutigen, in grüne Technologien zu investieren, ohne sozial schwache Mieter zu überfordern.
Die geplante Reform würde die Modernisierungskosten nicht mehr gleichmäßig, sondern einkommensabhängig verteilen. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, könnte dies die finanzielle Belastung von Haushalten mit geringem Einkommen bei Gebäudesanierungen verringern. Der Mieterbund wartet nun auf eine Reaktion der Politik zu den geplanten Änderungen.






