23 May 2026, 08:10

#MeToo-Streit eskaliert: Gericht gibt Grünen-Politikerin Klara Schedlich teilweise recht

Grüne Politikerin Schedlich gewinnt Prozess gegen Gelbhaar

#MeToo-Streit eskaliert: Gericht gibt Grünen-Politikerin Klara Schedlich teilweise recht

Ein deutsches Gericht hat im Rechtsstreit zwischen der Grünen-Politikerin Klara Schedlich und dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar zugunsten von Schedlich entschieden. Im Mittelpunkt des Verfahrens standen Äußerungen im Rahmen der umstrittenen #MeToo-Debatte. Gelbhaar, der das Parlament Anfang 2025 verließ, hatte sich gegen mehrere Vorwürfe verteidigt, die sich später teilweise als unbegründet herausstellten.

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Der Konflikt begann, als Gelbhaar im Zuge der #MeToo-Bewegung der Fehlverhalten beschuldigt wurde. Er wies die Vorwürfe entschlossen zurück und bezeichnete sie als falsch. Dennoch führte die Kontroverse dazu, dass seine sichere Nominierung für den Bundestag zurückgezogen wurde – ein Schritt, der seine politische Karriere effektiv beendete.

Der Rundfunksender RBB entschuldigte sich später für seine Berichterstattung über den Fall. Das Gericht prüfte eidesstattliche Versicherungen von Klara Schedlich, die in einer Affidavit-Erklärung für den RBB Aussagen getroffen hatte. Zwar wurden einige Anschuldigungen zurückgewiesen, doch das Oberlandesgericht Hamburg urteilte, dass Schedlich bestimmte Aussagen über Gelbhaar wiederholen dürfe. Die Richter bezeichneten Teile des Streits als eine Frage widerstreitender Darstellungen und nicht als klares Fehlverhalten.

Gelbhaar schied kurz nach dem Höhepunkt des Skandals aus dem Parlament aus. Der Rechtsstreit zog sich jedoch auch nach seinem Rückzug hin, wobei das jüngste Urteil einen Teilerfolg für Schedlich darstellt. Die Entscheidung erlaubt es ihr, an bestimmten Vorwürfen festzuhalten – wenn auch nicht alle Anschuldigungen bestätigt wurden. Gelbhaars politische Zukunft bleibt nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag ungewiss. Der Fall verdeutlicht die Komplexität von #MeToo-Konflikten, in denen widersprüchliche Zeugenaussagen zu langwierigen juristischen Auseinandersetzungen führen können.

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